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WmdedgT – Juni 2016

Es ist mal wieder der Fünfte und Frau Brüllen fragt, was ich den ganzen Tag so tue.
Das frage ich mich auch.

Der Tag begann so gegen sieben. Da meinte m, es wäre nun wirklich allerhöchste Zeit, aufzustehen. Wir meinten das nicht, aber obwohl wir zwei waren und m nur eine, standen am Ende doch fast alle auf, glücklicherweise war ich die eine, die liegenbleiben durfte.

Später regnete es mal wieder. Bekanntlich mag ich den Regen, mag ihn immer noch, aber mittlerweile ist das schon ein bisschen wie in diesem Film, den ich mal gesehen habe; es ging um ein Lawinenunglück im Kleinwalsertal, wirklich passiert, den ganzen Winter über war es merkwürdig warm, kein Schnee weit und breit, als er dann doch kam, freute man sich, dann aber nicht mehr, denn es schneite und schneite und hörte nicht mehr auf zu schneien und ein bisschen unheimlich war das dann doch. Dann noch ein bisschen mehr und gut ging es auch nicht aus, jedenfalls nicht für alle.
In unserem Fall dann aber doch, zumindest fürs Erste. Toi, toi, toi.

Nach dem Regen klopfte K. und fragte, ob wir gemeinsam mit ihr Mittagessen wollen, also m und ich, der MMM hatte sich schon Richtung Westen verabschiedet. Ich wusste zwar noch nicht, was ich essen könnte, hielt Essen aber prinzipiell für eine gute Idee. K. meinte, sie würde mir ja etwas von ihrem Essen abgeben, aber.
Genau.
K. isst immer sehr gesund. Zu gesund für mich. Eigentlich.
Es ging dann nämlich so aus, dass ich Tomatensalat und Pilze gegessen habe, während K. Gefallen an Schokolade und Senftoastbrot fand. Nun ja, unter anderem.

Nächster Programmpunkt: m einschlafen gehen. Das läuft momentan so ab, dass m ziemlich genau dann einschläft, wenn ich die Hoffnung aufgegeben habe.
Wir, also hauptsächlich ich, machten Abrisshäuser-Sightseeing, die übliche Friedhofsrunde, gingen beim lächelnden Bäcker vorbei, guckten Wasserstände, besorgten eine Visitenkarte und gaben ein schlechtes Vorbild ab („Darf ich auch da über die Straße gehen, Mama?“ „Nein!“).

Dann kam der Teil des Tages, von dem ich mich frage, was ich da eigentlich getan habe.
m bespaßt. Aus dem Fenster gesehen. Wäsche gefaltet. Wäsche aufgehängt. Kuchen gegessen. Erneut aus dem Fenster gesehen. Mich über die hier aufgeregt:

fliege

Dann kam der MMM zurück und hatte ebenfalls Kuchen dabei. Sehr fein.
Es folgte eine Essensplanung, die keinen rechten Abschluss fand, drei Mails mussten abgeschickt werden, eine Visitenkarte galt es zu suchen, irgendwie verging die Zeit, tut sie immer noch.

Aber wo ist das fehlende Tischbein?

ohr

Weniger erklären, meint Frau N. Das trifft sich gut, denn über das Bild des Tages breite ich lieber den Mantel des Schweigen, Sie wollen das eh nicht so genau wissen, es hat was mit einem verstopften Ohr zu tun.

Vermutlich hätte ich das mit dem verstopften Ohr ganz unterschlagen und gleich ein anderes Bild zeigen sollen, das wäre dann allerdings ein weiteres Schubkarrenbild gewesen, wie langweilig. Oder der MMM auf dem Traktor, aber Traktoren, das ist dann schon etwas für fortgeschrittene Zeichner. Oder ein Geburtstagskind und der fiese Fränk, aber das gibt Urheberrechtsprobleme. Oder den lächelnden Bäcker. Weiß nicht, was gegen den spricht.
Weitere Mitglieder der Familie, ein Hund und Schneckeneier wären auch noch möglich gewesen. Oder Regen, viel Regen. Aber auch: Sonnenschein.

Na ja, das alles und noch viel mehr gibt es morgen, da ist nämlich mal wieder der Fünfte.

Schlaf, Kindlein.

Nach dem ersten Zeichenversuch des Tages war ich schon kurz davor, zum abstrakten Zeichnen überzugehen. Falls ich das nicht eh schon tue. Vielleicht sollte ich es auch einfach ganz sein lassen. Wo ich noch nicht mal bei Strichmännchen die Proportionen hinbekomme.

Nun ja.

unterwegs

Das heutige Bild zeigt mich mit einer Schubkarre voll Schotter. Also den Schotter zeigt es nicht, den müssen Sie sich dazudenken. Ebenso den Graben, in den ich den Schotter hinablasse (herablasse?).
Die linke Seite des Bildes übrigens.
Auf der rechten sehen Sie M, die mit m spazieren geht. m sehen Sie natürlich auch nicht, da sie im Kinderwagen liegt.
Wiederum auf der linken Seite: Die besorgte Mama, die sich fragt, was eigentlich aus dem Kind geworden ist, das alle dreiviertel Stunde Hunger hatte.
Eine Dauerschläferin, das ist aus ihr geworden. Na ja, den Tag über. Mal sehen, was die Nacht so bringt.

Pictures of perfection*

Frau N. malt ja neuerdings Bilder.

Prima Idee, Frau N. macht sowieso des öfteren Dinge, die ich für äußerst nachahmenswert halte. Dass heute der 1. Juni ist, passt gut, ein idealer Tag, die Nachahmung in die Tat umzusetzen.

 

 

Nun ja.
Mit meinen Zeichenkünsten steht es nicht gerade zum Besten, ich fürchte, niemand würde erkennen, dass ich auf diesem Bild
dornen
ein Bündel Grünschnitt, genauer: Monsterdornenhecken-Grünschnitt, den Hang hinauftrage.

Ich sollte öfter was mit Pferden machen, im Pferde-Zeichnen bin ich ganz gut.

 

 

Dachte ich.
pferd

 
* Prima Möglichkeit, auf mein Lieblingsbuch der Dalziel/Pascoe-Reihe zu verweisen.