Kategorie-Archiv: alles / nichts

Black Thursday Night

Nachdem ich gestern Abend derart müde war, dass ich schon gegen zehn Uhr im Bett lag (was in meinem Fall ziemlich früh ist), konnte ich natürlich überhaupt nicht schlafen, also zuerst schon, dann aber nicht mehr, dann doch wieder, dann nicht mehr, undsoweiter. m ging das wohl ähnlich, denn auf einmal hatte ich zu allem Elend viel weniger Platz als vorher, das vereinfachte die Sache nicht unbedingt.

Heute morgen wollte ich dann überhaupt gar nicht aufstehen. Was nicht wirklich etwas Neues ist, im Grunde ist es sogar eher ein Dauerzustand. Dann stand ich aber doch auf, ging ja nicht anders und so gegen zwölf wurde alles wieder einigermaßen erträglich, das ist jetzt auch nicht sonderlich überraschend. Überraschend ist auch nicht, dass es half, nach draußen zu gehen.

Und dort (draußen) einen Eimer (im übertragenen Sinn) voll Spinat zu kaufen. Spinat und ich, das ist eine späte Liebe. Jahrelang dachte ich, dass ich Spinat nun wirklich nicht ausstehen kann, jahrelang machte der MMM nur dann Spinat, wenn ich gerade nicht da war. Ich weiß nicht mehr, wann ich feststellte, dass Spinat nicht nur viel weniger schlimm war als befürchtet, sondern ganz im Gegenteil sogar überaus erfreulich.
Ähnliches übrigens mit Tomaten und Kiwi. Na gut, Kiwis hatten jetzt nicht den durchschlagenden Erfolg, aber vermutlich nur deshalb, weil Obst und ich sich einfach nicht anfreunden können. Abgesehen von Himbeeren, versteht sich.

Im Draußen hätte ich auch beinahe eine Spirituose gekauft, aber dann wusste keiner, was die kostet, beziehungsweise der es wusste, war gerade auf einer Beerdigung. Tja nun. War trotzdem lustig in diesem Laden. m fand das auch, sie hat Gummibärchen bekommen. Ich nicht, Frechheit.

Und ich konnte endlich den Abfallvermeidungsregal* Punkt von der Liste streichen. Da habe ich nämlich die Schwimmwindeln hingebracht und mir im Gegenzug eine Vase mitgenommen. Was jetzt nicht geplant gewesen war, also das mitnehmen (all dieses Zeug!), aber sie war so schön gelb.

Morgen wird alles gut, morgen machen wir Holz. Ich liebe Holz machen. Ich habe nur ein bisschen Angst, mich darauf zu freuen, denn üblicherweise kommt es dann so, dass es aus Eimern regnet oder m am Rad dreht oder mir kotzübel ist oder wasweißich.
Aber Holz machen! Hach.
Holz machen ist auch ein bisschen wie Spinat. Früher fand ich das doof. Aber kaum muss man nicht mehr jeden zweiten Samstag an der Säge stehen und Holzscheite herumwerfen, schon ist es ein großer Spaß.
Also vielleicht hoffentlich.

Gestern und heute passierte natürlich rein gar nichts in Sachen Stapelverarbeitung.

Gestern habe ich immerhin ein Buch gelesen, 36 Fragen an dich von Vicki Grant (Jugendbuch). Das war genau das richtige Buch zur richtigen Zeit, angenehme Unterhaltung, nicht besonders anstrengend, nicht besonders mitnehmend, eben einfach schön unterhaltend, dabei auch nicht völlig banal, vorhersehbar und meine-Güte-so-redet-doch-niemand-miteinander-was-sind-das-für-Vollpfosten-Figuren.
Heute lese ich dann bei Frau Nessy diesen Eintrag und denke kurz, sie hat das gleiche Buch gelesen wie ich, stimmt aber nicht (also nicht dass ich wüsste), nichtsdestotrotz ist das, also ihr Link zu diesem Artikel, mal wieder einer dieser lustigen Zufälle, denn in diesem Artikel geht es um genau die gleichen 36 Fragen.

 


* das heißt wirklich so!

Hopp, hopp

Eigentlich wollte ich gestern zum Niemann-Interview noch etwas dazuschreiben, so in der Art, warum ich mir das anhöre und warum alle anderen das auch tun sollten. Dann fiel mir aber nichts ein. Heute morgen habe ich das mittlere Drittel des Interviews erneut gehört, das letzte Drittel überhaupt zum ersten Mal und da fiel mir auf, dass ich gestern hätte schreiben können, dass er sagt, man müsse reduzieren. Er hätte das im Laufe der Jahre gelernt. Reduktion ist quasi immer gut, weil sie bewirkt, dass derjenige, der seine Sachen „konsumiert“ gleichzeitig auch etwas „produziert“, also etwas in die Bilder hineintut, von sich selbst, und das könne er nicht, wenn alles schon da wäre.
Na, das höre ich gern.
Dann sagte er noch, man solle dem Prozess vertrauen. Wenn man Arbeit reinsteckt, wird schon irgendetwas dabei herauskommen. Was jetzt natürlich sehr vereinfacht und wie obiges in meinen eigenen Worten, wie ich es verstanden habe, hier steht.

Die Sache mit „dem Prozess vertrauen“, die habe ich auch schon in einem ganz anderen Umfeld zu hören bekommen, schon da fand ich das ziemlich schlüssig.

Vertraue ich also dem Prozess. Und sobald alle Schnipsel auf den Stapeln „aussortiert“ oder „verarbeitet“ gelandet sind, kann ich immer noch herumjammern.
Nun ja, erinnern Sie mich bei Gelegenheit daran.

Gestern auch noch das ebenfalls gestern erwähnte Messer-Buch gelesen durchgeblättert. Wieder einmal gedacht, dass ich das selber machen müsste. Also ein Messer schleifen, beispielsweise.
Tja nun.
Davon abgesehen aber doch einige brauchbare Dinge aus dem Buch gelernt und mindestens zwei Ideen gehabt, die eventuell zu weiteren Schnipseln werden.

Heute dann einen dieser Tage erwischt, an denen man siebentausend drei Sachen erledigt und sich unglaublich produktiv vorkommt. Nämlich Lebensmittel einkaufen (schon wieder), diverse andere Dinge einkaufen, Schuhe für m kaufen (schon wieder). Dieses Mal in dem anderen Schuhladen gewesen. Und schon wieder gedacht, dass ich nächstes Mal nur noch in diesen Laden gehe. Weil da so ein netter Verkäufer ist, der dafür sorgt, dass ich mir nicht vorkomme, als würde ich stören.

Genau das gleiche dann auch in der Bücherei erlebt, in der anderen. Die freuen sich darüber, dass wir da sind! Na gut, vor allem freuen sie sich über m, wer will es ihnen verdenken.
m wollte natürlich gerade heute, als wir gar nicht so viel Zeit zum Vertrödeln hatten, ihre Bücher selbst aussuchen und zwar ohne mich. Ich hätte also in aller Ruhe durch die Regale stöbern können, aber nein, ich stehe neben ihr und sage Hopp, Hopp.

So jemanden bräuchte ich jetzt auch, eine, die sich neben mich stellt und Hopp, Hopp sagt. An die Arbeit, Stapelverarbeitung, los, los.

Das Sofa der unerwünschten Bücher

und vermutlich werde ich morgen von all dem schon wieder nichts wissen wollen
Morgen? Haha. So lange musste ich gar nicht erst warten. Was für eine bekloppte Idee, dachte ich schon gestern Abend, neben „das wird dann aber ein dünnes Bändchen“ und „wo soll eigentlich der ganze Inhalt herkommen?“
Die Stapelverarbeitung endete gestern eher unbefriedigend, nämlich darin, dass ich dachte, alles, was ich noch auf den Stapeln habe, sei doch längst schon geschrieben, alles weitere also auch nur ein Wiederholung dessen, was schon da war und alles, was keine Wiederholung ist, passt nicht dazu und muss aussortiert werden.
Nun ja, bei Licht betrachtet, ist es vielleicht nicht ganz so schlimm.
Aber muss das immer so ein hin und her sein?

Gestern mit m und der Oma Schuhe einkaufen gewesen, also für m. Im Schuhladen in der Rosa-Hellblau-Hölle gelandet. Und herrje, müssen wirklich überall Einhörner drauf sein (Verzeihung, Frau Einhorn)? Mit Glitzer? Und Puscheln? Und überall Filz, diesen Filz-Hype kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Sieht vielleicht hübsch aus, aber das will doch keiner anfassen, ich zumindest nicht.
Ein Glück hat das Kind noch keine eigene Meinung zu Schuhen, geht man mit dem Kind ins Schuhgeschäft ist das wichtigste, dass es dort eine Rutsche gibt, daher kann man ihm, dem Kind, problemlos die harmlosesten Schuhen von allen unterjubeln. Sofern man es von der Rutsche wegbekommt, um die Schuhe anzuprobieren.
Mädchen wollen nun mal pink mit Glitzer, sagt die Schuhverkäuferin. Ja klar, vor allem, wenn sie das von dir und siebentausend anderen Leuten eingeredet bekommen.
Und ja, ich weiß, irgendwann wird vielleicht auch m auf pink mit Glitzer bestehen, aber mei, ich fände es trotzdem schöner, gäbe es einfach Schuhe für Kinder und nicht solche für Jungs und Mädchen.

Dann natürlich die Gelegenheit genutzt, noch in der Bücherei vorbeizugehen. Die Oma ganz begeistert von Vom Glück zu zweit zu sein von Nadine Brun-Cosme und Olivier Tallec, also für m. Der MMM und ich eher nicht so. Erstens wegen der Holzhammer-Message, dann aber auch, weil: hat sich die Autorin das selbst mal vorgelesen? Spätestens beim hundertfünfzigstem „der kleine Wolf/der große Wolf“ war ich bereit, das Buch hinter Sofa verschwinden zu lassen. Oder im Sofa, denn ja, das geht bei uns. Oder vielmehr ging. Nachdem der MMM kürzlich eine halbe Stunde damit verbracht hat, sein Handy wieder aus dem Sofa herauszufriemeln, haben wir einen Lüftungsfilter im Sofa verbaut. Müssen wir unliebsame Bücher wohl anderweitig verschwinden lassen.

In der Bücherei lag auch total zufällig ein Buch über Messer herum, das kommt mir sehr gelegen, so in Sachen Stapelverarbeitung.

Und Mehr Schwarz als Lila von Lena Gorelik habe ich auch mitgenommen, also für mich. Und auch gleich gelesen. Hinterher im Internet nach Meinungen dazu geforscht, dabei auf einen Blog gestoßen, in dem die Bloggerin mit dem Buch auf einem Strandlaken posiert. Was soll das denn? Ich musste jedenfalls sogleich an Celeste Barber denken.
Im Internet habe ich nach Meinungen gesucht, weil ich etwas unentschlossen war, was ich von dem Buch halten soll. Nun ja, das weiß ich jetzt immer noch nicht, es fand sich keine passende Meinung. Muss ich mir wohl doch selbst eine machen.

Bei der Suche nach einem Link für das Wolfsbuch auf eine Meinung zu ebendiesem gestoßen. Geht das: Ein Bilderbuch über Freundschaft ohne einen Schatten von Kitsch? Ja, meint der Artikel. Nun. Rührselig wäre jetzt so ungefähr das erste Adjektiv, das mir zu diesem Buch eingefallen wäre.
Aber vielleicht habe ich heute auch einfach nur schlechte Laune.

Von A nach B

Die Stapelverarbeitung stockt. Befindet sich an Punkt A, in naher Ferne ist Punkt B abzusehen, an den ich mich aber noch nicht herantraue, der auch noch keinen Sinn macht, denn dazwischen klafft eine Lücke, was da hinein soll, weiß der Geier, ich hingegen weiß noch nicht einmal, in welchem Stapel ich nach dem Lückenfüller suchen könnte.
Interessanterweise fällt es mit diesem Status leichter, die Datei zu öffnen. Weil sich ja eh nichts tut. Ich klicke hinein, lese herum, ändere da einen Satz, füge hier was hinzu, lösche dort etwas weg und dann, auf einmal fällt mir auf, dass genau das passiert ist, was einem (unter anderem) angedroht wird, wenn man ohne Plan Schnipsel aneinanderreiht: Die Reihenfolge stimmt nicht. Stimmt nicht bedeutet zum Beispiel, dass auf Seite 48 jemand tot ist, der auf Seite 54 noch am Leben sein sollte.
Das ist natürlich eher schlecht.
Eher gut ist, dass ich zufällig herausgefunden habe, wie ich im Dokument ganz einfach Kapitel hin- und herschieben kann. Obwohl das vielleicht auch wieder schlecht ist, denn nun schiebe ich lustig Kapitel hin und her, weil das so schön einfach ist, anstatt in aller Ruhe zu überlegen, was denn nun genau wohin gehört.
Eher gut ist natürlich auch, dass ich jetzt wieder etwas zu tun habe, die richtige Reihenfolge finden nämlich und wer weiß, vielleicht gibt es gar keine Lücke mehr, wenn diese Aufgabe vollbracht ist.

Zwischendurch suche ich verzweifelt nach Ablenkung, nur, zum Lesen habe ich noch immer keine rechte Lust.
Ich lese natürlich trotzdem, was soll man auch sonst machen.
Zuletzt Mein Leben von Marcel Reich-Ranicki. Was ich hier vor allem deshalb schreibe, weil ich dieses Buch vor allem aus dem Grund gelesen habe, dass andere Leute mir andauernd Zitate daraus vor die Füße geworfen haben, na ja, nicht so direkt, aber irgendwie eben doch und ja, lesen Sie das Buch, es lohnt sich. Sage ich, obwohl ich einiges davon nur überflogen haben.
Die Alternative (zum Lesen), nämlich die Heizungsfrau anzurufen, die muss natürlich unter allen Umständen prokrastiniert werden, daher habe ich heute schon Rauchmelder-Batterien getauscht, Wäsche aufgehängt, Daten gebackupt, fast die Fliege erwischt, die mich seit Tagen in den Wahnsinn treibt und des Kindes Spielzeugnudeln neu eingetütet.
Was man halt so macht.

Dilemma mit Hamster

Heute einkaufen gewesen. Eigentlich gehe ich gern einkaufen, Lebensmittel zumindest (und Bücher natürlich, aber das wissen Sie ja). Jetzt aber, wo quasi der ganze Vormittag (oder Nachmittag) dafür drauf geht und ich gefühlt alle Tage irgendwas einkaufen muss, kommt mir die Lust ab und an abhanden (wie anderen Leuten ein Stock oder Hut*).
Ich könnte ja einfach viel mehr auf einmal einkaufen. Theoretisch. Praktisch aber kann ich das nicht aushalten. Dann liegt das alles hier herum und muss verarbeitet werden. So ein Stress. Also gar nicht mal das Verarbeiten selbst, mehr die Gedanken daran. Außerdem würde das bedeuten, dass ich immer schon wissen müsste, was ich, beziehungsweise wir, die nächsten Tage essen wollen. Quasi einen Plan machen. Tatsächlich habe ich das gestern versucht, ich habe Pfannkuchen, Kartoffelbrei und Spaghetti notiert (drei Gerichte natürlich. Nicht eins). Dann das Blatt zusammengeknüllt, verächtlich Pläne! gesagt und das Blatt in den Mülleimer entsorgt.

Ja, so sehen sie aus, meine Probleme. Hab ich ein Glück. Andere haben gar nichts zu essen. Oder müssen ein Budget jonglieren, das immer zu klein ist.

Eigentlich wollte ich aber von der Stapelverarbeitung erzählen. Nachdem ich tagelang vor ihr davon laufen wollte (und es auch getan habe), ist momentan alles wieder ein klein wenig einfacher.
Zwischendurch hatte ich sogar eins dieser Aha-Erlebnisse – man schreibt von einem blaugrünen Hamster, fragt sich, wo der jetzt plötzlich herkommt und was der hier soll, vergisst den Hamster dann wieder und hundertachtundzwanzig Tage später fällt einem plötzlich ein, wozu man den Hamster braucht. Hurra.
Später löscht man den Hamster dann wieder weg. Aber egal.
Jedenfalls habe ich heute einen weiteren Stapel auseinander genommen und neu unterstapelt. Aus eins mach drei.
O_O
Gerade merke ich, dass ich Hamster geschrieben habe. Ausgerechnet! Weil, als ich das vor drei Sätzen geschrieben habe, dachte ich nicht weiter darüber nach, dachte nur, Ach, nimm halt irgendein blödes Beispiel, Hamster, na gut, nehme ich.
Und hundertachtundzwanzig Tage drei Sätze später merke ich: Hamster! Ist jetzt nicht wahr (leider kann ich Ihnen nicht verraten, warum ich das so unglaublich finde, Sie müssen mir das einfach glauben. Oder halt nicht)!

So, jetzt muss ich aber weiterstapeln.

 


* Herr Buddenbohm schrieb doch kürzlich über Automatismen im Hirn, dass ist so einer bei mir, dieses Wort, abhanden, immerzu muss ich bei ihm an Erich Kästners Sachliche Romanze denken.

Freitag

Heute habe ich ungefähr eine halbe Stunde lang meinen Haustürschlüssel gesucht. Wer mich kennt, weiß, dass das nur alle zehn Jahre mal vorkommt überhaupt noch nie vorgekommen ist. Weil, wenn man ins Haus geht, legt man den Schlüssel dahin, wo er hingehört. Und da bleibt er dann, bis man wieder aus dem Haus herausgeht und ihn mitnimmt*.
Im Endeffekt habe ich mich auch genau daran gehalten, denn anscheinend hatte ich den Schlüssel schon in die Jackentasche gesteckt, jene Jacke, die ich beim Hinausgehen anziehen wollte. Nur wusste ich leider nicht mehr, dass ich das getan habe und da ich diese Jacke beim Hineingehen nicht angehabt hatte, habe ich dort gar nicht erst gesucht.
Eigentlich wäre die halbe Stunde Herumsuchen halb so schlimm gewesen, ich wusste ja, ich hatte den Schlüssel gerade erst noch gehabt, weit kann er nicht gekommen sein.
Ich befürchtete allerdings, ich müsse dem MMM sagen, dass ich meinen Schlüssel nicht finde und dann müsste ich mir jahrelang anhören, dass ich damals, also heute, meinen Schlüssel nicht gefunden hätte. So, wie sich der MMM seit Jahren meine Witze darüber anhören muss, dass er seine Schlüssel gerade nicht findet.

Heute war ich mal wieder in einer Buchhandlung. Weil, kürzlich stand ich am Bahnhof im Nachbarort und wartete auf jemanden. Ich war zu früh, der Zug zu spät, ich lief so das Gleis entlang und dachte, Moment mal, da drüben, das sieht doch verdächtig nach einer Buchhandlung aus. Im Nachbarort!!!! Noch nie gesehen! Noch nie dort gewesen!
Diesen Zustand habe ich heute geändert, allerdings währte die Freude nicht lange, es war nämlich eine christliche Buchhandlung. Ich hätte zwar fast etwas gekauft, das wäre dann aber ein getöpfertes Schüsselchen gewesen.

m ist mittlerweile zu Bilderbüchern übergegangen, die mir auch Spaß machen. Dieses zum Beispiel. Hihi.

 


* Das kommt allerdings öfter vor, dass ich aus dem Haus herausgehe und der Schlüssel liegt immer noch da, wo er hingehört. Upsi.

Der Fünfte, mal wieder*

Die Tage mit m bestehen aus Vormittag und Nachmittag, jeweils eine Sache passt in diese zwei Hälften hinein** und der Vormittag wäre somit damit ausgefüllt gewesen, Brot zu besorgen***. Dann war es aber so, dass ich aus Gründen überhaupt keine Lust hatte, aus dem Haus zu gehen, außerdem wird das Notfall-Brot in der Gefrierschublade mit der Zeit auch nicht besser, das holte ich also heraus, führte (für meine Verhältnisse) unendlich viele Telefonate (P., M., H., A., P., H., Krankenkasse), putzte die Ofen-Scheibe****, denn wenn ich schon ein Feuer habe, will ich es auch sehen, erledigte zwölf andere Kleinigkeiten und dann war es auf einmal schon wieder an der Zeit, Mittag zu essen. Nudeln, dachte ich, Nudeln gehen immer. Nun ja, m aß dann ungefähr fünf Nudeln, ich ein paar mehr. Dann musste ich ganz dringend duschen, m ganz dringend schlafen, ich drückte mich vor der Stapelverarbeitung, verarbeitete dann aber doch ein klein wenig und schon war es an der Zeit, m wieder aufzuwecken, um zum Eltern-Kind-Turnen aufzubrechen. m gefiel es dort wie immer sehr gut. Auf dem Rückweg noch kurz mit B. geredet (gute Nachrichten, Hurra!), zu Hause dann aufs Sofa gefallen, ein Puzzlebuch gepuzzlet. Den MMM begrüßt. Schon wieder Essen gemacht aufgewärmt. Zack, Tag vorbei, na ja, so gut wie. Jetzt wäre wieder die Stapelverarbeitung an der Reihe, aber nun. Gleich.

edit:
Mein eigener Hang zum Losheulen hat sich übrigens wieder vom Acker gemacht. Das fiel mir gerade noch ein und muss ja auch mal erwähnt werden. Anstatt mich nämlich an die Stapelverarbeitung zu machen, habe ich erst einmal die Kopfhörer aufgesetzt und siehe da, ich hatte überhaupt keine Lust mehr auf Massive Attack und/oder Garbage, sattdessen endlich mal wieder Jeanie angehört (Falco, wissen Sie natürlich) und jetzt gerade Alice Cooper.
Gleich aber wirklich Stapelverarbeitung.
Na gut, noch ein Lied.
Ach ja, da fällt mir noch etwas ein, kürzlich nämlich, da fragte K. ganz entsetzt, ob ich tatsächlich in der Öffentlichkeit singen würde, also so richtig (laut). Die Öffentlichkeit, so stellte sich heraus, war der MMM und Hallo, natürlich singe ich dem was vor. Genauso wie dem Nachbarn, sollte der gerade draußen herumstehen, während ich mit Kopfhörern den Müll rausbringe. Weil, das geht gar nicht anders, ich muss mitsingen, wie ich auch bei Konzerten tanzen muss.
Ach ja, Tanzen. K. wäre entsetzt, denn natürlich muss ich mit Kopfhörern auch tanzen. Na gut, da mache ich immerhin das Licht aus (weil wir sind die mit ohne Vorhänge).

 


* Sie wissen schon, Frau Brüllen, Tagebuchbloggen, WmdedgT
** Natürlich, es würde noch mehr hineinpassen, aber das würde in Stress ausarten und warum soll ich mir das antun.
*** Wie jetzt, mit Brot besorgen füllt die einen ganzen Vormittag, denken Sie jetzt vielleicht, aber ja, das ist tatsächlich so (ähnlich), denn erstens muss ich m aus dem Haus locken, das klappt nicht immer auf Anhieb, dann müssen wir beide angezogen, satt und nochmal auf der Toilette gewesen sein, das kann auch schon mal länger dauern. Und dann ist Brot besorgen ja nicht einfach nur Brot besorgen, denn entweder verbinden wir das mit einem Spaziergang und gehen dann noch an der Bank, am Bücherregal, sonstwo vorbei oder wir setzen uns ins Auto und holen gleich noch Getränke oder füllen andere Vorräte auf. Eventuell nehmen wir auch das Fahrrad. Dann allerdings ohne Getränkekisten.
**** Auch das: hört sich nach einem Zehn-Minuten-Job an, dauert aber tatsächlich mindestens eine dreiviertel Stunde, weil m mit der Stirn an die Ofentür dotzt und völlig zu recht völlig aus der Fassung ist (obwohl es im Endeffekt halb so schlimm war, aber man wird ja wohl noch in Tränen ausbrechen dürfen).

Ein Eis im Abflussrohr

Heute ist so ein Tag, an dem ich kurz davor bin, mit dem Heulen anzufangen, nur weil eine der drei eingekauften Mini-Gurken auf den Boden fällt und in zwei Teile zerspringt. Die Mini-Gurken von heutzutage.
Dabei ist das doch gar nicht so schlimm, so eine zersprungene Mini-Gurke. Es ist auch nicht weiter schlimm, dass ich mir den Kopf am Auto stoße (wie habe ich das nur geschafft?), sowieso ist alles nicht so schlimm und überhaupt das Wetter! Endlich mal wieder grau und Regen und kalt und dunkel und am liebsten will ich neben dem Feuer sitzen oder in der Badewanne herumliegen und vermutlich würde ich das sogar tun, aber da gibt es dieses Kleinkind im Haus.

Die Baggermänner sind wieder weg. Gerade, wo ich sie ins Herz geschlossen nicht mehr ganz so viel Angst vor ihnen hatte. Den Kaffee haben sie übrigens für gewöhnlich leer getrunken.
Und das Loch vor dem Haus ist auch wieder weg, na ja, großteils. Die Geister werden morgen eventuell sogar die Haustür finden. Ob sie an die Klingel heranreichen, ich weiß nicht. Und mal sehen, was der Zeitungsmann morgen macht, der war in der Zwischenzeit nämlich ziemlich kreativ, was Zeitungsablageorte betrifft (was gut ist!). Die Postfrau natürlich auch, aber die hatte den Vorteil, im Hellen zu arbeiten.

m und ich waren heute in der Bücherei und ich habe gerade mal einen Roman mitgenommen. Einen! Das macht ja nichts, ich hätte noch genügend Bücher vorrätig, der Vorsatz, vom Bücherflohmarkt letzten Samstag keine Kiste Bücher mit nach Hause zu bringen, ist kläglich gescheitert. Zwar war die Hälfte davon sowieso nicht für mich, doch der Stapel wächst und wächst und ich habe seit Tagen keine Lust, zu lesen, also nichts, was über Blogartikellänge hinausgeht.
Das ist eher ungewohnt.
Ich ahne, es hat mit dem anderen Stapel zu tun, den hatte ich ein paar Tage in Ruhe gelassen und jetzt gerade drücke ich mich auch wieder davor, damit anzufangen, was unter anderem daran liegt, dass ich neben aller Euphorie (oder auch gerade deswegen?) ab und an tief durchatmen muss.
Wozu mir jetzt Terézia Mora einfällt, letzthin habe ich dieses Interview mit ihr gehört und sie hat ein paar spannende Sachen zum Thema Schreiben gesagt (auf deren Poetik-Vorlesung hätte ich vielleicht mal gehen sollen). Unter anderem hat sie auch gesagt, sie könne nicht immer und jederzeit alles von ihr Geschriebene vorlesen, das ginge ihr manchmal einfach zu nahe.

Die Tage habe ich ein Abflussrohr (ob das nun der richtige Ausdruck dafür ist, ich bezweifle es) verbuddelt. Ich bin ja leider nicht sonderlich ausdauernd in solchen Dingen. Dieses Mal war es aber doch ziemlich zwingend, Ausdauer an den Tag zu legen, daher habe ich tatsächlich ausgehalten, bis es nicht mehr ging. Das war dann zufällig auch der Zeitpunkt, an dem G mit m zurück kam.
Womit ich jetzt bei den schönen Dingen bin, aber die sind an Tagen wie diesen eben auch imstande, mich zum Heulen zu bringen.
Schön war nämlich, dass ich mit m hinausgegangen bin, in der Absicht, soweit möglich (also soweit m das zulässt) auch etwas zur Abflussrohrsache beizutragen.
m fand es tatsächlich eine Weile ziemlich spannend, Sand in Schubkarren zu schippen, die Begeisterung hielt noch an, als H. vorbeikam. H. hat m dann trotzdem mitgenommen, einfach so, ganz spontan, das war super. Und dann hatte auch noch G. ganz spontan Zeit für m und dafür musste ich noch nicht mal nachfragen*.
Danach war das Abflussrohr immer noch nicht eingebuddelt, eigentlich wäre es das längst gewesen, aber wie das nun mal so ist, irgendein Problem gibt es immer. Des MMMs Laune war mittlerweile tiefer gefallen als der Abflussrohrgraben, aber der MMM ist keiner, der aufgibt.
Am nächsten Morgen war dann auch alles ganz schnell viel besser als gedacht und überhaupt kein Problem mehr. Wie das halt meistens so ist.

Vielleicht auch mit der Stapelverarbeitung. Da muss ich wohl auch dranbleiben, damit am Ende** es überhaupt ein Ende gibt.

Die Vorarbeiten Umwege zur Stapelverarbeitung halten mir derzeit auch ein Eis vor die Nase***, denn mit ganz viel Glück liefern sie mir einen Grund, demnächst nach München zu fahren. Nicht, dass ich einen Grund bräuchte, ich wollte da sowieso schon längst mal wieder gewesen sein (wie an vielen anderen Orten auch). Aber nun ja, falls Sie hier schon länger mitlesen, können Sie sich denken, was das Problem ist****.

 


* Bei „nachfragen“ immer sofort P. im Ohr, Ungefragt!, das ist so ziemlich das höchste Lob, das man von P. bekommen kann.
Bin mir nicht sicher, ob es wirklich immer das ist, was ich anstreben sollte. Ein Glück(?) bin ich bei manchen Dingen aber auch höchst ignorant und komme gar nicht auf die Idee, dass es irgendetwas zu tun helfen gibt, also für mich.
** Noch so eine Sache, die Mora angesprochen hat, anscheinend kommen ihre Bücher, also der Inhalt, der Satz, das Layout auch nicht im üblichen Format daher (es ging unter anderem um durchgestrichenes).
*** vgl. Esel <–> Karotte
**** Beziehungsweise Wer (das Problem ist).
Spoiler: Ich.

Planänderung

Heute eine Ahnung davon bekommen, warum ich ein Problem mit Plänen habe. Anders gesagt: Warum ich so gern an „kein Plan“ festhalte.
Kein Plan ist super, mit „kein Plan“ ist alles möglich und vor allem ist es überhaupt kein Problem, wenn x, y und z dazwischen kommen, weil, es gibt ja sowieso keinen Plan.
Im Grunde ist es auch mit Plan kein Problem, wenn x, y und z dazwischen kommen, aber bevor ich diesen Punkt (kein Problem) erreiche, bleibe ich lange, viel zu lange an Punkt „absolut miese Laune wegen Planänderung“ hängen.
Der Weg des geringsten Widerstands ist also „kein Plan“ und muss ich mich entscheiden, entscheide ich mich fast immer für genau diesen Weg.

Außer, ich schreibe eine Geschichte. Wobei, da stellte sich ja erst mit der Zeit heraus, dass „kein Plan“ auf eine Vielzahl an Umwegen hinausläuft.
Die Stapelverarbeitung, da habe ich ein bisschen Angst, von Fortschritten zu reden. Murphy und so. Wer weiß, ob der Plan trägt. Denn ja, es gibt gerade einen, mich nämlich an Karolina* entlangzuhangeln und alle anderen Schnipsel irgendwann später dazwischen zu bauen. Oder auch nicht, wer weiß, Planänderung, x, y, z.
Jedenfalls stimmt mich diese Entlanghangelei gerade ziemlich zuverlässig recht euphorisch, wobei das natürlich außer mir niemand bemerken würde, Euphorie, darin bin ich vermutlich noch schlechter als in Planänderungen.

Kürzlich saß ich mit H. und V. auf einer Tribüne, Basketball gucken. Basketball ist ja eher unzuverlässig, was die Dauer eines Spiels betrifft** und V. hatte für nach dem Spiel noch eine längere Zugfahrt geplant.
Wann fährt denn dein Zug, fragte ich.
Das wisse sie nicht, sagte sie, sie hätte gar nicht erst nachgesehen, denn würde sie es wissen, könne sie gar nicht in aller Ruhe Basketball gucken, sondern würde auf der Tribüne herumhibbeln, weil ja der Zug in x Minuten fährt.
(Klar, dieses Vorgehen ist natürlich nur bei relativ regelmäßigen Verbindungen möglich.)
Ich konnte das total gut nachvollziehen; noch ein Argument gegen Pläne, gerade solche Pläne, die öffentlichen Nahverkehr miteinbeziehen, denn ich könnte auch nicht in aller Ruhe Basketball gucken, hätte ich den Plan, Punkt weißichwann nach x, y oder z zu fahren.

Auf Wanderungen kann ich es auch viel besser aushalten, morgens noch nicht zu wissen, wo ich abends schlafen werde, als morgens schon zu wissen, dass ich am Abend in x, y oder z sein muss (müsste ich natürlich gar nicht unbedingt, ich könnte ja dort anrufen und die Lage ändern, aber oha, Sie bemerken das Problem).
Das führt natürlich ab und an zu anderen Problemen, zum Beispiel solchen, dass es langsam dunkel wird, ich aber immer noch keine Unterkunft habe (wegen Akkordeonfestival***, beispielsweise), aber nun. Da habe ich wenigstens was zu erzählen, noch Jahre später.

Heute gab es übrigens Dampfnudeln mit Kürbissuppe.
Was jetzt überhaupt nichts mit Plänen, x, y oder z zu tun hat, sondern einfach damit, dass ich das festhalten wollte. Dass nämlich somit Herbst ist.
(Hurra!)

 


* Der MMM kürzlich so: Karolina? Sie heißt tatsächlich Karolina? Dazu schaut er mich an, als könne das nun wirklich nicht mein Ernst sein.
Pfft.
Ich hatte schon Protagonisten mit schlimmeren Namen, der eine oder andere von Ihnen erinnert sich vielleicht. Vielleicht habe ich nicht nur mit Plänen, sondern auch mit Protagonistennamen ein Problem. Entweder
a) Jeder zweite Protagonist heißt so oder aber
b) Nicht dein Ernst?
** Theoretisch 4 x 10 Minuten plus Pausen, praktisch wird wegen allem und jedem die Zeit gestoppt und na ja, anderthalb Stunden später ist es normalerweise dann doch aus.
*** Ja, wirklich! Akkordeonfestival! Wer rechnet denn mit sowas.

Hühner mit Gorilla und Bagger

Gestern an das Gorilla-Experiment denken müssen. Wir waren nämlich aus Kuchengründen bei den Hühnern und haben Eier gesucht.
Zehn Stück!, berichteten wir später dem B., der wunderte sich, hatte er doch selbst gerade erst Eier geholt und bei neun Hühnern reichen zehn Eier an sich schon aus, um verdächtig zu sein.
Dann stellte sich aber heraus, dass er genau wie ich dem Gorilla-Effekt aufgesessen ist.
Ich nämlich kürzlich so zu P.: Hm, wir haben nur vier Eier gefunden, und er so: Hast du auch in die linke Ecke geschaut?
Ach, das würde mir doch auffallen, dachte ich, vielleicht sagte ich es auch. Aber dann ging ich doch noch einmal, schaute in die linke Ecke und siehe da: Unmengen Eier.

(Nun hoffe ich darauf, dass die Hühner vielleicht so eine Art Politik-Orakel sind, denn wenn ein Oktopus Fußballergebnisse vorhersagen kann konnte, dann sind vielleicht die Hühner für Wahlergebnisse zuständig.
Nun.
Ich glaube ja auch nicht daran.)

Aber wo ich jetzt zwei Mal hintereinander die Hühner schreibe, fallen mir die Höhner ein, einen (Höhner) habe ich nämlich im Sommer getroffen, also was heißt getroffen, er wohnte im selben Hotel und als wir da so saßen und aufs Essen warteten oder vielleicht auch schon gegessen hatten ist ja egal, sprang A. auf einmal vom Stuhl auf, rief: „habichvergessen*!!!“ und keine Minute später hatte sie schon ein Foto von sich und habichvergessen und schwebte dann noch den ganzen Abend auf einer Wolke der Verzückung.
Das war ziemlich ansteckend, ein Teil von mir freute sich mit ihr, der andere Teil dachte sich, Verdammter Mist, ich will auch mal aus tiefsten Herzen von etwas so dermaßen begeistert sein.
Tja nun.

Heute den Baggermännern zugesehen. Baggermänner machen mich immer fürchterlich nervös, zumindest, wenn sie in meinem Auftrag baggern. Dann nämlich denke ich, ich sollte kommunikativ sein und mit ihnen reden, aber was nur, ein Ansatzpunkt wäre das Baggern, davon verstehe ich allerdings nichts.
Da ist es ganz gut, m zu haben, m finden fast alle toll, dummerweise aber findet m Bagger gar nicht so toll, schon gar nicht aus der Nähe, schon gar nicht, wenn die tatsächlich baggern.
Tja nun.
Ich habe den Baggermännern immerhin Kaffee gebracht, vermutlich schlechten, denn wir trinken ja keinen und ach, vermutlich ist es sowieso völlig egal, aber über so etwas kann ich mir stundenlang den Kopf zerbrechen.
Wegen den Baggermännern schon wieder Gelegenheit gehabt, jemanden zu beneiden, die Nachbarin nämlich, die einfach so (zumindest hörte es sich für mich so an) mit ihnen geredet hat, sie hätte da ein Anliegen.
Ein Anliegen! Mei. Damit könnte ich wahrscheinlich die ganze Nacht nicht schlafen.

Dafür aber habe ich diese Woche schon drei Kinder mitsamt Mamas besucht (na ja, eigentlich zwei, zwei der drei waren Zwillinge) und das schreibe ich deshalb, weil man ja immer das Positive sehen soll, das Positive ist, dass ich mit Kindern viel besser klar komme als mit Baggermännern, nur (verflixt, jetzt wird es schon wieder negativ) bin ich hinterher meist ziemlich platt, da ich das zwar gut hinbekomme, aber anscheinend auch Unmengen Energie dabei verbraucht.
Was allerdings nicht an den Kindern, sondern generell am Mitmenschentum liegt und dummerweise merke ich das in dem Moment ja gar nicht. Oder vielleicht doch, aber gleichzeitig macht es auch Spaß, nur gehe ich dann nach Hause, will nie wieder ein Wort sagen, falle ins Bett oder schlimmer, auf die Couch, lese schlechte Bücher und esse sämtliche Chips auf. Danach geht es mir komischerweise auch nicht besser, wirklich sehr merkwürdig, das.

Jetzt aber noch schnell etwas wirklich positives, m und ich haben uns heute nämlich mit Pferden unterhalten und das Positive daran ist, dass Pferde üblicherweise auf ihrer Koppel herumstehen, Gras fressen und nicht im Traum daran denken, an den Zaun zu kommen, an dem ich stehe und laut Hallo rufe. In diesem Fall war das anders und Hurra!, jetzt höre ich sofort auf, bevor ich schreiben kann, dass dieses Pferde-Thema ja auch ein wiederkehrendes ist und ich endlich mal –
Verflixt.

Das Positive ist, dass ich jetzt gleich noch die Stapelverarbeitung starte.
Doch, wirklich.
Ganz bestimmt.

 


* Nein, natürlich hat sie nicht wirklich habichvergessen gerufen.