Kategorie-Archiv: Allerlei

WmdedgT, März 2018.

Gestern war WmdedgT (Sie wissen nicht, was das ist? Können Sie bei Frau Brüllen nachlesen) und eigentlich wollte ich da mal wieder mitmachen, aber dann war es kurz nach acht und ich dermaßen erledigt, dass ich mich zu m ins Bett gelegt habe. Obwohl sich das krank-sein nun doch (toi, toi, toi) fast gänzlich vom Acker gemacht hat, ist es immer noch so, dass ich maximal einen Abend durchhalte, nur, um am nächsten wieder gänzlich durchzuhängen.

WmdedgT von hinten nach vorn: Vor dem Schlafen haben wir noch etwas gegessen (diverse Reste von gestern und vorgestern). Also hauptsächlich ich. Dann haben wir, also hauptsächlich der MMM noch mal was gegessen, der kam nämlich später (als üblich) und kennen Sie das, wenn man sich an Essenszeiten gewöhnt hat? Ich hatte es keine halbe Stunde länger mehr ausgehalten, aber ich hatte auch allen Grund, denn vor dem Essen waren m und ich beim Kinderturnen. Wir waren da letztes Jahr zum ersten Mal, es waren ungefähr zehn Kindern (plus Eltern/Großeltern“teile“) da und zehn Kinder können richtig laut sein, wenn sie wollen (und natürlich wollen sie).
Anfang des Jahres geschah irgendetwas merkwürdiges, ich tippte ja zuerst auf gute Vorsätze, aber jetzt ist es Anfang März, so lange halten sich gute Vorsätze normalerweise nicht, jedenfalls hat sich seit Anfang des Jahres die Zahl der Kinder ungefähr verdreifacht.
Einmal fuhr ich mit dem Auto zum Kinderturnen, es regnete, aber so ein bisschen Regen, das ist künftig kein Grund mehr, mit dem Auto zu fahren, Regen ist besser als von drinnen (Turnhalle) nach drinnen (Auto) nach drinnen (Zuhause) zu wechseln.
Gestern hat es natürlich überhaupt nicht geregnet, gestern war allerschönstes Anfangsfrühlingswetter, sogar noch gegen halb sechs, als wir nach Hause liefen. Dieser Weg nach Hause, der nicht sonderlich lang ist, zumindest, wenn man die kürzeste Strecke geht, den brauche ich wirklich nach anderthalb Stunden Kinderturnen.
Ich wurde schon des öfteren gefragt, warum ich mir keinen Job mit Kindern suchen würde, ich könne doch so gut mit Kindern und ich hätte doch so viel Geduld und was weiß ich.
Nun ja.
Weil ich Kinder unfassbar anstrengend finde. Deswegen.
Natürlich nicht nur. Aber über zwanzig auf einem Haufen in jedem Fall.

Äh, wo war ich. Ach ja, Nachhauseweg. Kurz noch mit B. geredet, er sah uns vorbeilaufen und kam extra für uns noch vom Balkon runter.
Die Stare sitzen schon wieder in den Bäumen! Komischerweise mag ich Stare, obwohl die mindestens so geschwätzig sind wie dreißig Kinder in der Turnhalle.

Den Nachhauseweg trotz Hunger noch verlängert, wegen Nervenberuhigung, und am Bücherregal vorbeigelaufen. Nichts gefunden. Nur Bücher, die ich mit nach Hause genommen hätte, um sie dort in die Tonne zu werfen, weil völlig vergammelt (verstehe ich nicht, warum man sich die Mühe macht, so etwas zum Regal zu schleppen, denn Nein, das ist nicht mehr noch gut), ging aber nicht, weil kein Platz im Kinderwagen.

Vor dem Kinderturnen hat m geschlafen und ich weiß wirklich nicht mehr, was ich während der Zeit getan habe.

Davor haben wir gegessen und zwar bei P. m rennt momentan gern ums Küchenkarree, sobald es darum geht, dass sie sich anziehen soll, damit wir rausgehen können. Wenn man ihr aber sagt, wir gehen zu P., Suppe essen, huch, so schnell geht das also auch.

Vor dem Essen waren wir einkaufen. Ole bis obenhin mit Getränkekisten vollgestapelt (immerhin fünf) und zum Lieblingsraffaisenmarkt gefahren. Schokolade bekommen (m). Leere Getränkekisten gegen volle eingetauscht (ich).

Dann noch zu dm. Bei dm gibt es diese kleinen Kindereinkaufswagen, m findet die toll und bekam natürlich einen. Wir laufen so durch die Gänge, packen Zeug in den Einkaufswagen, finden auf einmal zwei weitere Kindereinkaufswagen, die anscheinend kinderlos herumstehen oder stehen gelassen wurden, wer weiß das schon. Konnte m mit Mühe und Not davon abhalten, die unbedingt sofort aufräumen zu müssen, weil, da gehören die nicht hin, das ist nicht deren Platz.
Hihi.

Vor dem Einkaufen war der Morgen. Keine Ahnung, was wir da gemacht haben. Rest-Geburtstagskuchen gegessen, vermutlich. Die Küche aufgeräumt. All dieses unspektakuläre Zeug.

Pommes ohne Hühnchen.

Was ich mir aufschreibe, das merke mir. Zumindest war das früher so, in der Schule, als ich noch Spickzettel schrieb mir notierte, was ich lernen sollte.

Da ich mir heute etwas merken will, um den gleichen Fehler in drei Jahren nicht erneut zu begehen, schreibe ich also über Pommes und den Hühner-Fred; dieser Blogeintrag fällt daher unter Banalitäten Belanglosigkeiten des Alltags, wobei, man könnte sich fragen, ob nicht jeder Blogeintrag – ach, egal, ich habe Sie hiermit gewarnt.

Das ist nämlich so:
Einmal alle drei Jahre treffen die Umstände dergestalt zusammen, dass ich mir beim Hühner-Fred Pommes kaufe.
Der Hühner-Fred hieß im aktuellen Fall gar nicht Hühner-Fred, sondern Suleimans Hühnchengrill (oder so ähnlich), fällt aber trotzdem unter die Kategorie Hühner-Fred, Sie wissen schon, diese Imbisswagen, die meist vor einem Supermarkt herumstehen und hundert Meter weit nach Hühnchen(fett) riechen.
Ich kaufte also Pommes, zum Mitnehmen und jetzt kommt das, was ich mir merken will – kaufe niemals Pommes beim Hühner-Fred, außer, die Wegstrecke vom Hühner-Fred-Pommeskauf bis zum Hühner-Fred-Pommesverzehr lässt sich in maximal fünf Minuten bewältigen.
Denn die Pommes, die beim Hühner-Fred, wo ich natürlich zwei, drei probiert hatte, noch genau richtig schmecken, nämlich schön knusprig, diese Pommes bekommt man in einer Warmhaltetüte. Damit sie auch eine halbe Stunde später, wenn ich endlich zu Hause angekommen bin und der Hunger von m gestillt ist, immer noch warm sind.
Dummerweise sind die Pommes dann überhaupt nicht mehr knusprig, sondern matschig und durchweicht, wer will die noch essen, ich nicht, da hilft noch nicht mal mehr Ketchup.

Vermutlich nützt das jetzt auch nichts, vermutlich müsste ich von Hand schreiben, damit es tatsächlich bei mir hängen bleibt.
Aber schaden wird es sicher auch nicht.

Brumm, Ole, brumm. Aber pscht!

m ist glücklicherweise dazu übergangen, Autofahren wieder mit Einschlafen statt Losbrüllen gleichzusetzen. Meistens jedenfalls. Die Bremslichterpanik ist daher ein klitzekleinwenig abgeflaut, so dass ich neulich, als wir in der Baustelle gefangen waren, auch nur ein klitzekleinwenig panisch wurde, als m aufwachte und – natürlich – losbrüllte. Ging dann aber gut aus.

Jedoch.
Früher, also vor m, war ich vermutlich die entspannteste Autofahrerin überhaupt.
Da zuckelt einer mit 30 durch die 70er-Zone? Mir doch egal, ich habe Zeit.
Überhaupt ist das mit der Geschwindigkeitsbegrenzung kein Problem, alles über 120 km/h ist sowieso eher anstrengend.
Eine dunkelorangefarbene Ampel? Da bleibe ich natürlich* stehen.
Diese Leute in den dicken Autos, die auf der Autobahnbaustelle links fahren, obwohl sie sich nicht an den LKWs vorbeitrauen? Da kann man sicher lustige Blogbeiträge darüber schreiben.
Die Ampel wird und wird nicht grün, weil erst die Straßenbahn von links, dann von rechts kommt, und danach alle anderen zuerst dran sind? Auch kein Problem, während der Wartezeit kann man sich durch sämtliche Radiosender klicken.

Das war überhaupt das einzige Problem: Nie kommt gute Musik im Radio.
Heute kommt überhaupt keine Musik mehr, das Radio ist nämlich aus. Denn wenn ausnahmsweise doch gute Musik käme, müsste man die natürlich laut hören und nun ja. Zu gefährlich.

 

* Nun ja. Seit ich mal geblitzt wurde.

Verordnetes Nichts, Fehlanzeige.

Heute morgen trat prompt die Situation ein, die ich schon vorausgesehen hatte: Ich stand mit dem Fahrrad vor der Arztpraxis und dachte: Verflixt.

Zu Zeiten, als wir noch zwei Fahrräder, aber nur ein Fahrradschloss besessen hatten, war das Schloss immer(!) am falschen Fahrrad befestigt. Was natürlich frühestens dann auffiel, wenn man den Tour-de-France-Berg schon hinuntergeflitzt war.
Nun haben wir drei Fahrräder und zwei Schlösser. Und ich sagte noch: Wir brauchen dringend noch ein Schloss, sonst …

… Sonst stehe ich vor der Arztpraxis und denke: Verflixt.
Wäre ja alles halb so schlimm, wenn es das Beschleunigungsfahrrad gewesen wäre. Dann wäre ich im Nu wieder zu Hause gewesen und vor allem hätte ich im Nu den Tour-de-France-Berg erklommen.
So aber stand ich vor der Arztpraxis, dachte nicht nur Verflixt, sondern auch darüber nach, es darauf ankommen zu lassen, schließlich wollte ich die erste in der Arztpraxis sein. Keine Minute verschwenden, die anderen zweiunddreißig Patienten hinter mir lassen. Es war schließlich Montagmorgen.

Tja. Ich brachte es dann doch nicht übers Herz. Verschwendete wertvolle Minuten und betrat – das Fahrrad gut verschlossen – zehn Minuten nach Öffnung der Türen die Arztpraxis. Und staunte. Keiner da. An einem Montagmorgen. Sehr merkwürdig. Zwar bin ich glücklicherweise gar nicht so oft in Arztpraxen, dass die an Montagmorgenden gern überfüllt sind, weiß ich aber doch.
Die freundliche MFA wunderte sich ebenfalls.

Und ich wunderte mich, was aus einem Ohr [zensiert].

Morgen gehe ich ein Fahrradschloss kaufen. Doch, doch, ganz sicher.

Baggerfahrer Ben …

… hat kaum etwas nichts mit diesem Eintrag zu tun. Aber irgendeinen Titel braucht es nun mal.

Gestern so: m ist endlich eingeschlafen. Aus Gründen war ich damit zur Bewegungslosigkeit verdammt. Mist, dachte ich. Es gibt doch noch zwei Millionen Dinge zu tun!

Ich schaute eine Weile aus dem Fenster. Es regnete, bei Regen lässt sich immer gut aus dem Fenster schauen, dann fuhr auch noch der Baggerfahrer hin und her; und während ich dem Regen und dem Baggerfahrer zusah, fiel mir auf, dass meine rechte Hand frei war, ich sogar Papier und Kugelschreiber hervorkruschteln könnte, ohne dass m aufwacht.
Habe ich dann getan.

Und einen Tag später schreibt Frau Einhorn genau darüber:
„Du kannst keine Romane schreiben, wenn dein Kopf vom Erstwenndu in Geiselhaft genommen wurde.“

Das Erstwenndu war verstummt. Ging ja nicht, war zu Solange_m_SchläftTustDuErstMalGarNichts geworden.
Gar nichts = beste Voraussetzungen.

„[…] es fehlt die Zeit, die der Text […] in der Stimmung verweilen muss, bis er geboren werden kann.“
Auf einmal war sie da, die Zeit. Und als mir dann noch die Themenvorgabe eines Wettbewerbs einfiel, kam auch schon die Stimmung hinterher.

Das einzig Blöde: Dass ich das alles per Hand geschrieben habe. In leichter Schieflage. Und schnell. Zuerst, weil m ja jeden Moment wieder aufwachen könnte, dann, weil die Worte schneller da waren, als ich schreiben konnte.

In zwei Monaten einem halben Jahr, wenn ich endlich dazu komme, das abzutippen, werde ich es vermutlich nicht mehr entziffern können.

Egal. Hauptsache geschrieben.

Von der Eigentümlichkeit des Tages.

(Fast) den ganzen Tag (fast) alles geben, um m zum Lachen zu bringen von der Motzigkeit abzulenken.
Irgendwann ist der Akku leer. Also meiner.

Ich setze mich mit m auf den Stuhl vor der Kommode und öffne die Tür der Kommode. Schließe sie wieder. Und auf. Und zu. Und auf. Und zu. Und auf …

m: Kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen.

Der Bär in meinem Bett.

Frau Rabe hat ihren Bären eingehüstelt. Bären sollte man nicht einhüsteln, finde ich. Jeder sollte einen Bären haben.

Ich habe daher natürlich auch einen, der ist ordentlich abgenutzt und gar nicht mehr so kuschelig um die Nase, wie er früher einmal war. Was nichts ausmacht, nur ein abgenutzter Bär ist ein guter Bär.

Jetzt könnte ich noch die Geschichte erzählen, wie mein Bär zu seinem Namen kam, aber das, beziehungsweise der Name selbst, wäre nun wirklich etwas, was man einhüsteln sollte, daher verrate ich das lieber nicht, sondern erzähle stattdessen, dass diese Bärensache auch von Menschen empfohlen wird, die anderen Leuten helfen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Zumindest meine ich mich daran zu erinnern, auf einem Vortrag von Sabine Asgodom eine Kuscheltierempfehlung mitbekommen zu haben.

Muss ja nicht unbedingt ein Bär sein. Einhörner gehen auch.