Black Thursday Night

Nachdem ich gestern Abend derart müde war, dass ich schon gegen zehn Uhr im Bett lag (was in meinem Fall ziemlich früh ist), konnte ich natürlich überhaupt nicht schlafen, also zuerst schon, dann aber nicht mehr, dann doch wieder, dann nicht mehr, undsoweiter. m ging das wohl ähnlich, denn auf einmal hatte ich zu allem Elend viel weniger Platz als vorher, das vereinfachte die Sache nicht unbedingt.

Heute morgen wollte ich dann überhaupt gar nicht aufstehen. Was nicht wirklich etwas Neues ist, im Grunde ist es sogar eher ein Dauerzustand. Dann stand ich aber doch auf, ging ja nicht anders und so gegen zwölf wurde alles wieder einigermaßen erträglich, das ist jetzt auch nicht sonderlich überraschend. Überraschend ist auch nicht, dass es half, nach draußen zu gehen.

Und dort (draußen) einen Eimer (im übertragenen Sinn) voll Spinat zu kaufen. Spinat und ich, das ist eine späte Liebe. Jahrelang dachte ich, dass ich Spinat nun wirklich nicht ausstehen kann, jahrelang machte der MMM nur dann Spinat, wenn ich gerade nicht da war. Ich weiß nicht mehr, wann ich feststellte, dass Spinat nicht nur viel weniger schlimm war als befürchtet, sondern ganz im Gegenteil sogar überaus erfreulich.
Ähnliches übrigens mit Tomaten und Kiwi. Na gut, Kiwis hatten jetzt nicht den durchschlagenden Erfolg, aber vermutlich nur deshalb, weil Obst und ich sich einfach nicht anfreunden können. Abgesehen von Himbeeren, versteht sich.

Im Draußen hätte ich auch beinahe eine Spirituose gekauft, aber dann wusste keiner, was die kostet, beziehungsweise der es wusste, war gerade auf einer Beerdigung. Tja nun. War trotzdem lustig in diesem Laden. m fand das auch, sie hat Gummibärchen bekommen. Ich nicht, Frechheit.

Und ich konnte endlich den Abfallvermeidungsregal* Punkt von der Liste streichen. Da habe ich nämlich die Schwimmwindeln hingebracht und mir im Gegenzug eine Vase mitgenommen. Was jetzt nicht geplant gewesen war, also das mitnehmen (all dieses Zeug!), aber sie war so schön gelb.

Morgen wird alles gut, morgen machen wir Holz. Ich liebe Holz machen. Ich habe nur ein bisschen Angst, mich darauf zu freuen, denn üblicherweise kommt es dann so, dass es aus Eimern regnet oder m am Rad dreht oder mir kotzübel ist oder wasweißich.
Aber Holz machen! Hach.
Holz machen ist auch ein bisschen wie Spinat. Früher fand ich das doof. Aber kaum muss man nicht mehr jeden zweiten Samstag an der Säge stehen und Holzscheite herumwerfen, schon ist es ein großer Spaß.
Also vielleicht hoffentlich.

Gestern und heute passierte natürlich rein gar nichts in Sachen Stapelverarbeitung.

Gestern habe ich immerhin ein Buch gelesen, 36 Fragen an dich von Vicki Grant (Jugendbuch). Das war genau das richtige Buch zur richtigen Zeit, angenehme Unterhaltung, nicht besonders anstrengend, nicht besonders mitnehmend, eben einfach schön unterhaltend, dabei auch nicht völlig banal, vorhersehbar und meine-Güte-so-redet-doch-niemand-miteinander-was-sind-das-für-Vollpfosten-Figuren.
Heute lese ich dann bei Frau Nessy diesen Eintrag und denke kurz, sie hat das gleiche Buch gelesen wie ich, stimmt aber nicht (also nicht dass ich wüsste), nichtsdestotrotz ist das, also ihr Link zu diesem Artikel, mal wieder einer dieser lustigen Zufälle, denn in diesem Artikel geht es um genau die gleichen 36 Fragen.

 


* das heißt wirklich so!

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