Hopp, hopp

Eigentlich wollte ich gestern zum Niemann-Interview noch etwas dazuschreiben, so in der Art, warum ich mir das anhöre und warum alle anderen das auch tun sollten. Dann fiel mir aber nichts ein. Heute morgen habe ich das mittlere Drittel des Interviews erneut gehört, das letzte Drittel überhaupt zum ersten Mal und da fiel mir auf, dass ich gestern hätte schreiben können, dass er sagt, man müsse reduzieren. Er hätte das im Laufe der Jahre gelernt. Reduktion ist quasi immer gut, weil sie bewirkt, dass derjenige, der seine Sachen „konsumiert“ gleichzeitig auch etwas „produziert“, also etwas in die Bilder hineintut, von sich selbst, und das könne er nicht, wenn alles schon da wäre.
Na, das höre ich gern.
Dann sagte er noch, man solle dem Prozess vertrauen. Wenn man Arbeit reinsteckt, wird schon irgendetwas dabei herauskommen. Was jetzt natürlich sehr vereinfacht und wie obiges in meinen eigenen Worten, wie ich es verstanden habe, hier steht.

Die Sache mit „dem Prozess vertrauen“, die habe ich auch schon in einem ganz anderen Umfeld zu hören bekommen, schon da fand ich das ziemlich schlüssig.

Vertraue ich also dem Prozess. Und sobald alle Schnipsel auf den Stapeln „aussortiert“ oder „verarbeitet“ gelandet sind, kann ich immer noch herumjammern.
Nun ja, erinnern Sie mich bei Gelegenheit daran.

Gestern auch noch das ebenfalls gestern erwähnte Messer-Buch gelesen durchgeblättert. Wieder einmal gedacht, dass ich das selber machen müsste. Also ein Messer schleifen, beispielsweise.
Tja nun.
Davon abgesehen aber doch einige brauchbare Dinge aus dem Buch gelernt und mindestens zwei Ideen gehabt, die eventuell zu weiteren Schnipseln werden.

Heute dann einen dieser Tage erwischt, an denen man siebentausend drei Sachen erledigt und sich unglaublich produktiv vorkommt. Nämlich Lebensmittel einkaufen (schon wieder), diverse andere Dinge einkaufen, Schuhe für m kaufen (schon wieder). Dieses Mal in dem anderen Schuhladen gewesen. Und schon wieder gedacht, dass ich nächstes Mal nur noch in diesen Laden gehe. Weil da so ein netter Verkäufer ist, der dafür sorgt, dass ich mir nicht vorkomme, als würde ich stören.

Genau das gleiche dann auch in der Bücherei erlebt, in der anderen. Die freuen sich darüber, dass wir da sind! Na gut, vor allem freuen sie sich über m, wer will es ihnen verdenken.
m wollte natürlich gerade heute, als wir gar nicht so viel Zeit zum Vertrödeln hatten, ihre Bücher selbst aussuchen und zwar ohne mich. Ich hätte also in aller Ruhe durch die Regale stöbern können, aber nein, ich stehe neben ihr und sage Hopp, Hopp.

So jemanden bräuchte ich jetzt auch, eine, die sich neben mich stellt und Hopp, Hopp sagt. An die Arbeit, Stapelverarbeitung, los, los.

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