Schnee, Heirat, Hoffnung.

Die Nachbarskinder und ihre Freunde haben eine Schlittenschanze gebaut. Das dauerte ungefähr fünf Stunden, immerhin musste der eher spärlich vorhandene Schnee mit einer Schubkarre von überallher geholt werden. Befahren wurde die Schlittenschanze gefühlte fünf Minuten. Der Aufwand schien sich dennoch gelohnt zu haben, für einen der Freunde ging es anscheinend einzig um den Aufwand, zumindest sah ich ihn nicht ein Mal selbst auf einem Schlitten fahren.

Zeit gehabt, den Nachbarskindern zuzuschauen, so nebenbei, beim schreibenden aus dem Fenster schauen.
Kürzlich eine Evi in die Geschichte hineingeschrieben, an den Rand der Geschichte. Eine Evi, einen Toni, eine Heirat. Alles nur wegen eines Zitats, das untergebracht werden wollte, eine Heirat bot sich da irgendwie an.
Aber das passt doch hinten und vorne nicht, dachte ich.
Zum Glück störe ich mich an so etwas nicht weiter, es passt ja sowieso alles hinten und vorne nicht, das ist nichts neues und diese Heirat sowieso nur eine Randnotiz, eine, die vermutlich nicht weiter wichtig ist, und am Ende, so es denn ein Ende geben wird, vermutlich sowieso herausfallen wird.
Heute, beim schreibenden aus dem Fenster schauen, fiel mir dann plötzlich ein, wie alles eben doch zusammenpasst, hinten und vorne, warum die Heirat gar nicht so absurd und weit hergeholt ist und wie der Toni eben doch etwas mit der Geschichte zu tun hat, wenn auch nur am Rande.

Das sind diese Momente, in denen Schreiben dann doch Freude macht. Dieses magische sich zusammenfügen von weit hergeholten Dingen.

Die Heirat immer noch nur eine Randnotiz, nicht weiter wichtig, vielleicht sogar überhaupt nicht wichtig.
Wichtig dann aber doch, wenn auch nur für die Hoffnung, dass sich alles andere eventuell auch noch zusammenfügt, hinten und vorne.

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