So schön, schön war der Tag.

Heute morgen war ich beim Zahnarzt. Danach kann der Tag eigentlich nur besser werden, dachte ich beim Hinfahren. Gleich nach diesem Gedanken dachte ich allerdings, dass sich so ein Gedanke meist rächt und dann alles noch viel schlimmer kommt.
Spoiler: Heute nicht.

Noch nicht mal beim Zahnarzt war es schlimm. Zumindest nicht so schlimm wie es hätte sein können.

Wollen Sie versuchen, es so auszuhalten, fragte er.
Um Himmels willen, sagte ich.

Die ehemalige freundliche Zahnreinigerin hatte mal erzählt, dass einer ihrer Patienten während einer Behandlung mal beinahe eingeschlafen wäre.

Einschlafen? Beim Zahnarzt?

Jetzt das seltsame: Ich bin zwar nicht eingeschlafen, das wäre dann doch etwas übertrieben, aber wirklich zum allerersten Mal hatte ich das Gefühl, es wäre möglich. Das war wirklich sehr seltsam. Und ich habe keine Ahnung, warum das so war. Fast vermute ich den Zahnarzt dahinter, der war schließlich neu, ansonsten war (fast) alles wie immer.

Später, als die Betäubung langsam nachließ, ich aber immer noch auf dem Zahnarztstuhl lag, war es mit der Entspannung dann auch nicht mehr ganz so weit her, aber zumindest für die erste Stunde bewahrheitete sich erneut die Voraussage des Zeitschriftenregals im Wartezimmer: „Die Kraft der Meditation.“

Zahnarztwissen am Rande: Was für eine Füllung ich denn wolle, wurde ich gefragt, Amalgam oder Kunststoff?
Natürlich Kunststoff.
Während wir darauf warteten, dass die Spritze ihre Wirkung tat, fragte ich, ob es nicht endlich mal an der Zeit sei, dass die Krankenkassen vom Amalgam abkämen.
Ja nun, das sei kompliziert. Also eigentlich nicht, aber man kann ja so tun als ob. Sie (die Zahnarztpraxis) müssten jedenfalls, wenn sie eine Amalgam-Füllung entsorgen oder erneuern, alles, was aus dem Mund abgesaugt wird, in einen extra Behälter umleiten, damit das nicht ins Grundwasser kommt.
Aber im Zahn macht das natürlich gar nichts, ist klar.

Aber genug Zahnarzt-Content.

Die Heimfahrt mit Ole war derart sonnenbeschienen, dass ich spontan beschloss, zum ersten Mal in diesem Jahr das Fahrrad samt Anhänger aus dem Keller zu holen (genaugenommen beschloss ich, der MMM, der heute zu Hause war, könne diesen Part übernehmen).

Aber vor dem Fahrrad war das Paket. Ich kam nämlich nach Hause und da stand ein Paket an der Tür. Ein Paket! Für mich!
Und im Briefkasten war dann auch noch das Buch, das eigentlich schon Mitte Februar hätte ankommen sollen, dann aber im Post-Nirvana verloren ging.

An diese Post-Sache könnte ich mich gewöhnen. Kürzlich kamen nämlich auch schon dicke „Briefe“, einer war bestellt, deswegen aber nicht minder schön, der andere kam so überraschend wie das Paket und war dann noch schöneren Inhalts (als der erste „Brief“), obwohl doch eigentlich fast das Gleiche darin war. Aber eben nur fast.

Wie ich mich noch so über die Post freue, kommen der MMM und m nach Hause. Das war gut, denn wie sich herausstellte, war das Paket im Grunde gar nicht für mich, sondern für m.

m fand den Paketinhalt dann auch höchst überzeugend und so dauerte es ein bisschen länger als gedacht, bis wir die Fahrradsache umsetzen konnten.

Der Tag ging dann geradewegs so weiter, aber heute ist schließlich nicht WmdedgT und außerdem ist der Tag ja noch gar nicht zu Ende, ich habe noch ein bisschen was vor.

[Abruptes Ende des Textes.]

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