Von Nudeln, die keine sind.

Oder: Nudelfrust.

So viele, die sich das mit den Dampfnudeln nicht zutrauen. Was, wenn die nicht aufgehen? Zusammenfallen? Andere schlimme Dinge tun?

Dann schmecken sie vermutlich immer noch.

Schupfnudeln sind eine viel größere Herausforderung, für mich jedenfalls. Immer, wenn ich daran scheitere, fällt mir (zu spät) auf, dass ich beim letzten Versuch das gleiche Problem hatte. Zu matschig, die Dinger. So matschig, dass man sie quasi einzeln anbraten muss, um nicht eine einzige große Schupfnudel in der Pfanne zu haben. Noch dazu schmecken sie nach nichts oder zumindest schmecken sie nicht so, wie selbstgemachte Schupfnudeln schmecken sollten.
Mehr Mehl im Teig (gegen die Matschigkeit) ist allerdings auch schlecht, bei den ersten Versuchen hatte ich zu viel Mehl im Teig, das Resultat war dann nicht ganz so matschig, schmeckte aber quasi nur noch nach Mehl.

Würde H. nicht des öfteren Schupfnudeln machen und würden die nicht so gut schmecken, ich würde vermutlich sämtliche Versuche einstellen und nur noch dieses Fertigzeug kaufen.

Ich könnte H. natürlich fragen, wie sie ihre Schupfnudeln macht, genaugenommen habe ich das schon getan, aber fragen nützt in solchen Fällen nichts, das ist, als beauftragte ich den MMM damit, den Backofen auszuschalten, sobald der Kuchen fertig ist. Der MMM fragt mich dann, wann der Kuchen fertig sei und will eine Zeitangabe als Antwort. Na, wenn er fertig ist, sage ich, sieht man ihm doch an, dem Kuchen.

Heute Abend also Schupfnudeln und wieder einmal Schupfnudel-Frust. Schupfnudeln sind nicht nur viel schwieriger als Dampfnudeln, sie sind noch dazu auch viel aufwendiger. Umso schlimmer, wenn sich das Ergebnis zwar durchaus essen lässt, aber nun ja.

Tja. In einem Jahr oder so habe ich das wieder vergessen. Dann gibt es den nächsten Versuch und ich werde wieder scheitern. Bis dahin kann ich mir einreden, dass es gar nicht an mir liegt, sondern an den Kartoffeln. Für Schupfnudeln brauche man die richtigen Kartoffeln, sagt H., allerdings sagt sie das auch beim Kartoffelbrei und H.s Kartoffelbrei schmeckt ebenfalls besser als meiner, auch dann, wenn ich ihn aus H.s Kartoffeln koche.

Liegt wohl doch an mir. Demnächst also wieder Dampfnudeln, dafür braucht man keine Kartoffeln. Was sollte also schiefgehen?

3 Gedanken zu „Von Nudeln, die keine sind.

  1. fiffy

    Also, Schupfnudeln habe ich schon vor Jahrzehnten, noch in Germany, ad acta gelegt. Ich bewundere jeden, der die echt macht.

    Aber erst Kartoffeln kochen, um dann Nudel;n daraus zu machen, erschien mir schon immer abartig.

    Mit Dampfnudeln ist das was anderes, den das sind ja gar keine Nudeln, sonder Knoedel oder Kloesse.

    Darum akzeptiere ich auch eher Kartoffelknoedel als Schupfnudeln.

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