Verordnetes Nichts, Fehlanzeige.

Heute morgen trat prompt die Situation ein, die ich schon vorausgesehen hatte: Ich stand mit dem Fahrrad vor der Arztpraxis und dachte: Verflixt.

Zu Zeiten, als wir noch zwei Fahrräder, aber nur ein Fahrradschloss besessen hatten, war das Schloss immer(!) am falschen Fahrrad befestigt. Was natürlich frühestens dann auffiel, wenn man den Tour-de-France-Berg schon hinuntergeflitzt war.
Nun haben wir drei Fahrräder und zwei Schlösser. Und ich sagte noch: Wir brauchen dringend noch ein Schloss, sonst …

… Sonst stehe ich vor der Arztpraxis und denke: Verflixt.
Wäre ja alles halb so schlimm, wenn es das Beschleunigungsfahrrad gewesen wäre. Dann wäre ich im Nu wieder zu Hause gewesen und vor allem hätte ich im Nu den Tour-de-France-Berg erklommen.
So aber stand ich vor der Arztpraxis, dachte nicht nur Verflixt, sondern auch darüber nach, es darauf ankommen zu lassen, schließlich wollte ich die erste in der Arztpraxis sein. Keine Minute verschwenden, die anderen zweiunddreißig Patienten hinter mir lassen. Es war schließlich Montagmorgen.

Tja. Ich brachte es dann doch nicht übers Herz. Verschwendete wertvolle Minuten und betrat – das Fahrrad gut verschlossen – zehn Minuten nach Öffnung der Türen die Arztpraxis. Und staunte. Keiner da. An einem Montagmorgen. Sehr merkwürdig. Zwar bin ich glücklicherweise gar nicht so oft in Arztpraxen, dass die an Montagmorgenden gern überfüllt sind, weiß ich aber doch.
Die freundliche MFA wunderte sich ebenfalls.

Und ich wunderte mich, was aus einem Ohr [zensiert].

Morgen gehe ich ein Fahrradschloss kaufen. Doch, doch, ganz sicher.

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