Was ich am Schreiben total gern mag: Diese Augenblicke der Erleuchtung.

Ein bisschen mag ich auch das Davor. Irgendwelche Dinge zu schreiben und keine Ahnung zu haben, was es damit auf sich hat. Da war zum Beispiel kürzlich die Geschichte von Verena und Vinz. Und dem geheimnisvollen Zettel, der das „und“ in Verena und Vinz ins Wanken brachte. Der Zettel war deshalb geheimnisvoll, weil niemand wusste, was draufsteht. Ich zumindest wusste es nicht. Und somit wussten es die LeserInnen auch nicht.

Es war allerdings wichtig (was draufsteht). So viel wusste ich dann doch.

Kam jetzt nicht so gut an, aber was will man machen. An etwas anderem weiterschreiben, beispielsweise. Oder gar nicht schreiben.

Heute spazierte ich dann durch die Weinberge, das Kind schlief, die Sonne schien, viel zu viele Leute waren unterwegs, doch ich nahm das alles gar nicht richtig wahr, da ich in Gedanken bei Verena war. Oder Verena bei mir.

Der Zettel war nicht unter den Gedanken, es ging um etwas ganz anderes. Und trotzdem wusste ich es plötzlich. Was auf ihm steht.

Und alles oder zumindest einiges fügte sich zusammen.
Ziemlich magisch, das.