Monat: September 2014

Aufwachen

Gleich wird sie aufwachen. Sie wird die Augen aufschlagen, einige Male noch blinzeln bis das Bild sich schärft und mich dann ansehen. Und in diesem ersten Blick werden die Entscheidungen der nächsten Monate und Jahre liegen, die Kämpfe, die Vorwürfe,…

Theater

In der Schar bereits verstorbener Schriftsteller ist Thomas Bernhard derjenige, von dem ich am meisten wünschte, er würde noch leben.

Die schwache Hoffnung

Jean Amérys beeindruckender Essay An den Grenzen des Geistes schildert die Konfrontation eines humanistischen Intellektuellen mit dem Grauen der NS-Vernichtungslager. Anschaulich beschreibt der Auschwitz-Überlebende die Hilflosigkeit, mit der er als „Geistesmensch“ der absoluten Entmenschlichung gegenüberstand.

Sinn & Form

Gut möglich, dass man bei dem Begriff „Literaturzeitschrift“ zuerst an ein buntes Magazin denkt, angefüllt mit Rezensionen neu erschienener Bücher, Kommentaren mehr oder weniger bekannter Schriftsteller und Kritiker, Essays zu aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Themen, Jubiläen und Jahrestagen berühmter Autoren,…

Moderne

Die Quintessenz aus Peter Sloterdijks Abhandlung über den Monotheismus (Im Schatten des Sinai, Suhrkamp) lautet: „Nur eine Moderne, die auch ihre Verweigerer alimentiert, ist auch auf der Höhe ihrer selbst.“