Archiv für den Monat: September 2017

nach …

 

… dem verkauf der staffelei

reisen kann ich worthin nicht, um
eine deiner stimmen bitten. ab
dem randstrich zwischen uns, da herrscht ein
wicht, von langen wellen aufbereitet
die nicht zu fassen, formen, brechen

sind wir uns begegnet, hast
du dich nicht erkannt – so fremd
die farben jeder deiner fasern
ihre töne eine spur zu warm
und ihnen unverwandt der blick
aus nord, nord-ost. gegenwärtig:

zimt und eine wolke milch im tee
und dabei warte ich auf nichts; nur
als der sommer grollte, verse an
den falschen stellen schmolzen
hätte ich gewünscht, du fehltest doch

das motiv ins abbild zu verrenken
hieße ja, verrat zu üben unter schichten
die erst trocknen, später reißen? lernen
wie ein bild, seines gegenstands entbunden
dort bewegung zeugt, wo leere wohnte –

nein, ich will in einer wortschaft lieben
bleiben, wo mir stimmen körper werden
farben schon im dunkel wachen und ein
raunen über nacht zum tosen wachsen
darf. alles brandet hier: an meinen stufen

 

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