Archiv für den Monat: August 2016

Nichts Wildes und nichts Ganzes

Der Garten schreibt mir keine Zeile
Blütenflügel, Beerenhaut – das Warten
auf den Hauch und schon: der Abend

Sein Rascheln. Auch dieses Sprechen
werde ich vergessen. Doppeltes Spiel
der Wicken, Moos: die Risse im Weg

Dämmern treibt um, glättet der Sicht
Gestrüpp. Mauerwerk und wilder Wein
sind eins im Grau. Was Hände könnten

••

Kein Flattern kommt dem Haar zu nah
Flügelhäute, Keschertanz – das Jagen
mit der Nacht, weit weg: die Städte

Ihr Leuchten. Staub der Mitte, Staub
von Wirbelnächten, meine Schuhe trugen
Körnchen bis hierher. Erschlossen

Nichts Wildes, nichts Ganzes – kein
Ringen um Hände. Dieser Garten irrt
nicht: straft mit seinem Wuchern

•••

Verloren, weil zu tief geblickt
Kletterhilfe, Winterplatz. Motive
dicht an dicht gepflanzt – Tupfer

Ein Blühen. Schwingt nur im Jetzt
Versuch, die Farbe zu erinnern, wird
von der Nacht verschlungen werden

Lachst du mich endlich aus dem Staub
bleibt das Tasten – zur Erde, zum
Beginn. Leben kommt in meine Hände

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