Nähe Abrillon, Winter 2015

 

Es könnte der Wald gewesen sein, von dem ich gelesen habe, dein Wald. Sehen konnte ich nichts, nur spüren, wie tief ich in ein Dickicht vorgedrungen sein musste, aus dem Auswege zu suchen keinen Sinn ergab, in einer perfekten Dunkelheit. Trotzdem rief ich dann, wahrscheinlich um Hilfe, aber wer käme schon gegen Dämonen an, über die nichts bekannt ist. Die eigenen Rufe sind es gewesen, die mich an den Rand zurück trieben oder lockten, das schwere Dunkel umgab mich hier als zähflüssige Masse, zu ihr könnte der Wal geworden sein, in dessen Innerstem ich gelesen hatte, immer langsamer und bis zur Paralyse, und wer wollte noch schlafen, wenn die Schulen keine Zuflucht bieten, ihre Kinder an Ufern zurückbleiben – mir gelang es schließlich, zu erwachen, und du warst noch da.

 

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