Erster Gesang

Steig, Hygiea, vom Himmel herab in die Tale der Erde,
Reiche die Lebensschale, gefüllt mit dem Quelle der Jugend,
Der durch Goldkies rollt die kristallene Flut im Olympus,
Reich dem Sänger sie dar, daraus Begeistrung zu trinken!
Ohne dich singt kein Dichter, du musst den Geist ihm entwölken,
Dass er schön und frei sich aufzuschwingen vermöge.
Komm! Mein Genius streut Weihrauch auf deinen Altar dir,
Wo du die göttliche Kunst des koischen Weisen mich lehrtest.
Dein Geschenk ist mein Lied. Hinab in die felsigen Grotten
Will ich steigen, wo du den jungen Quellen der Erde
Heilende Kräfte verleihst; ich will den schmachtenden, armen,
Hülfe verlangenden Kranken zu deinen heiligen Urnen
Führen, damit er hier die goldene Flut der Genesung
Schöpf‘ und trinke, den Rettungsdank in deinem gefei’rten
Tempel zum Opfer dir bring‘, und dich Lebenserhalterin nenn‘!

Doch wer leitet mich hin in das Reich der heilsamen Quellen?
Wer in das Innre der stillen Behausungen junger Najaden?
O wer zeigt in der Erd‘ Abgründen mir jeden verborgnen,
Hohlen, umnachteten Gang der Natur, wo die werdende Quelle
Aus den Adern des Bergs, mit Heilkraft schwanger, hervorrauscht?
Komm, und führe du mich, o vaterländischer Nais,
Durch der Erde Geklüft hinab, wo deine Geschwister
Tanzen mit schwebendem Silberfuß in kristallenen Hallen,
Unter Tritonengesang, mit Perlengürteln geschmücket.
Einst erschienst du ja schon, jungfräuliche Nymphe der Gera,
Mir im heiligen Dunkel des Hains, der deine durchblümten
Kräuterwiesen umschirmt, und ihnen erfrischende Lüfte
Zuweht. Mittag war’s, und des Sommers glühender Odem
Hauchte mir über die volle Wange des brennenden Fiebers
Flammende Röte. Mit Eile verließ ich den sonnigen Heerweg,
Voll Staubwolken, und suchte mit lechzendem Auge die Kühlung
Deines einsamen Stroms. Da sah ich über die Wellen,
Wie ein blühend Rosengewölk in der tauenden Frühe,
Dich hinschweben im zarten, ambrosischen Äthergewande.
War der Erscheinung der Mann einst wert, o so neige dem Mann auch
Nun dein Ohr – Ha! welch ein Gesäusel im tieferen Walde! –
Heil! mein Genius flüstert: die Göttin winkt dir Gewährung.

Südwärts über der Stadt, die vom edlen Aare den Namen
Führet, da krönt Steineichengehölz die Gebirge des Stromtals.
Hier fließt, kühler im Schatten, die siberblinkende Gera
Über gelblichen Kies. Um die Wurzeln alternder Bäume
Spielen und drehn sich die Wellen in kleinen Strudeln, und rauschen
Schnell durch die Schilfe dahin. Allein mit gehaltener Eile
Wallet der Strom in Plauens arkadischen Hirtengefilden.
Auf der Natur kunstlosem Altar steht Schönheit und Einfalt,
Gleich den Grazien, hier in liebenswürdiger Eintracht.
Von dem großen Altar dampft jeglichen Morgen der Weihrauch
Würziger Blumen und Kräuter und fröhlich reifender Saaten
Blütengedüft zum Opfergeruch den Töchtern des Himmels
Festlich empor, bestrahlt vom erhellenden Schimmer der Frühe.
Anzuflehn die Nymphe des Stroms trat ich in des ernsten
Waldes Umschattung, und stand nicht fern von der Grotte der Göttin.
Feierlich schwieg der Hain; die ringsum herrschende Stille
Machte mich lange verstummen; der Ehrfurcht heilige Schauer
Zitterten durch mein Gebein; doch endlich begann ich zu reden:
„Hör, untadlige Nymphe, den Bittenden! Leite den Sänger
Durch das nächtliche Reich der Gesundheit gebenden Quellen,
Hin in die Tiefen, wo sich die ersten Tropfen zur Welle
Sammeln, und wo die jungen Gewässer in lallender Kindheit
Noch mit wankendem Lauf hinmurmeln! Schärfe den Blick mir,
Hohe Najade, verklär‘ in der Erde cimmerischen Schlünden
Du dem sterblichen Auge die Finsternis! Dumpfiger Klüfte
Kalten betäubenden Dunst schafft dein ambrosischer Odem
Zum elysischen Ambragewölk, und die tötenden Lüfte
Werden zu Frühlingswinden, zum linden Säuseln der Mainacht.
Komm und leite mich denn! Mit des Waldes frischestem Moose
Will ich in deiner Grotte die Felswand schmücken, mit Eichen
Dein Stromufer im Tal, wo der Felsen nur schattet, umpflanzen,
Dass in der grünen Umwölbung hinfort anmutige Kühle
Dich frischatmend umweh‘ in des Sommers gewaltigster Glut selbst.“

Also rief ich flehend der Göttin, und nahte der Felskluft,
Kühn durch hohes Vertraun. In Thüringens dunkelstem Forste
Bilden zerrüttete Felsen die Grotte der reinen Najade.
Wild und romantisch umwebet den Eingang rankender Efeu;
Über ihm wehn zwo Fichten mit kahlen, verwitterten Wipfeln,
Von den Gewitterorkanen gebeugt, und drohen den Umsturz.
Hohl ist ihr Stamm, und der Erde beraubt umhängen die krummen
Alternden Wurzeln den nackten Granitfels über der Höhle.
Aus dem grauen Gestein tränt stets inwendig vom rauen,
Feuchten Gewölbe der Kluft ein erfrischender Tau zu den grünen
Felsensitzen herab, mit Flechten umwachsen und Steinmoos.
Tiefer im Dunkel der Halle, von Marmorblöcken gewölbet,
Träuft mit melodischem Rieseln, wie Silber, ein ewiger Regen
Auf den werdenden Quell, der süß und rein sich beständig
Über dem grünlichen Sandin ruhigen Wallungen kräuselt.
Also bildete Mutter Natur, und schmückt‘ in der Wildnis
Selbst mit schaffender Hand die dämmernde Wohnung der Göttin.
Heilige Schauer umwehn den Wanderer, der dem geweihten
Eingang naht; sie selber verbirgt ein umschattender Nebel,
Undurchdringlich dem Blick. Allein der hohen Begeistrung
Trunkenes Auge schauet entzückt in dem Innern der Mooskluft,
Auf die Urne gelehnt, die ruhende Nymphe. Sie lauscht hier
Lächelnd und halbentschlummernd dem Silbergelispel der Quelle.
Blitzender Tau, wie der Lenz ihn träuft auf knospende Rosen,
Perlet ihr um die Stirn, und hängt in den lockigen Haaren.
Gleich wie fliegendes Wassergewölk um den stürzenden Schaumquell
Zwischen den hallenden Felsen emporstäubt, über dem Ufer
Wallend schwebt, so umfloss der Schleier den Liliennacken.
So wie der Hesperus hinter dem weißlichen Abendgewölke
Lieblich funkelt, so strahlt hervor das Auge der Göttin
Unter dem bläulichen Schleier. So kam sie jetzo mit sanfter
Anmut, Huld im Blick und himmlisches Lächeln im Antlitz,
Schwebend und leicht, wie getragen vom West, hervor. Die geweihte
Stille des Hains, zuweilen nur unterbrochen vom Säuseln
Einer gelinderen Luft, das heilige Dunkel der Eichen,
Alles erhöhte die Feierlichkeit des bezaubernden Anblicks.
Selbst du, große Natur, sahst, schauernd von holder Entzückung,
Dieser Erscheinung Wonnegebild, und feiertest schweigend
Deiner unsterblichen Tochter Heraufkunft. Aber der Göttin
Lippen entflossen, wie Harfengesang, die lieblichen Worte:
„Kühn, o Sterblicher, ist der Wunsch, ein Land zu betreten,
Wo mit verwegenem Tritt noch kein Erschaffener jemals
Wandelte; doch dir sei er gewährt. Kein frevles Verlangen,
Keine vermessne Begier, das Unbekannte zu schauen,
Aber den schönen Wunsch, hülfreich und tröstlich den Menschen,
Gleich den ewigen Göttern, zu sein, erblick‘ ich im Innern
Deiner unsterblichen Seele. Du hast mir vertraut, und ich wähle
Dich aus unter der Menge, zum hohen Berufe dich weihend,
Von den Geschenken der Nymphen ein Lied, und ihrem Geburtsland
Deinem Volke zu singen; geleiten will ich dich selber
In die verborgnere Welt, und ins heilige Dunkel der Werkstatt,
Wo die Natur still wirket und schafft zum Segen der Menschen.
Doch bevor wir hinab in die dunklen Höhlen der Urnacht
Steigen, so lerne vor allem, woher die Quellen den Reichtum
Ihrer Gewässer empfahn. Zum Himmel steigen, vom Himmel
Sinken in ewigem Wechsel die Wasser der künftigen Quelle.
Regenschauer im Frühling, im Sommer des hohen Gewitters
Dicht herstürzende Flut, und die weinenden Wolken des Herbstes
Senden des Quells Urstoff in den Schoß der waldigen Berge.
Auf den wolkenberührenden Alpen verweilet der Winter
Ewig. Erstarrt liegt er im tiefen, eisernen Schlafe
Weit hinübergestreckt auf ihren unnahbaren Felshöhn.
Seit der Schöpfung trieft aus seinen silberbereiften
Haaren zerschmolzenes Eis in großen Tropfen, die schlüpfen
Durch der Berge Geklüft in die Wasserbehälter der Erde.
Fern am luftigen Haupte der dunkelblauen Gebirge
Siehst du ruhige Wolken herunterwallen, und langsam
Über den Tannenforst hinziehn. Oft lagert ein kaltes
Nebelgewölk, wie ein Kranz, sich dort um die Riesenschultern
Unseres Brocken. Dem Schoß der tauenden Wolken entträufelt
Unablässig ein zarter, befeuchtender Regen, und diesen
Saugt mit tausendmal tausend offenen Adern der Berg ein.
Lauter und rein, wie der Tau vom jungen Blatte der Birke
Zitternd herabhängt, sinkt, und im Sande leise versieget,
Trieft die Feuchte herab zu den Quellengebirgen der Erde.
Jetzo folge mir nach. Auf kalten, umnachteten Pfaden
Will ich tief hinab in die schaurigen Grotten dich führen,
Wo die Natur den Brunnen der lebensfrohen Genesung
Herzuströmen gebeut aus unerschöpflichen Urnen.“

Als ihr göttlicher Mund aussprach die begnadeten Worte,
Haucht‘ ihr ambrosischer Odem mir Kraft und Mut in die Seele.
Freudig und demutsvoll betrat ich sogleich die bemooste
Schwelle der Kluft, und wandelte weiter am Arme der Nymphe.
Diamantene Pforten verschlossen den finsteren Eingang
in die reichen gefilde der unterirdischen Schöpfung.
Eine der Pforten klang auf ihren Angeln, und weit auf
Tat sich das Reich der Ströme, der Erze, der Salze, der Steine.
Dumpfere Donner der fernsten Gewässer mächtiger Flüsse;
Näherer Wogen Gebrüll, und des Stromfalls schäumender Aufruhr;
Stürzender Felsenbäche gelinderes Rauschen, und kleiner
Sprudelnder Quellen Geriesel begrüßte die Göttin beim Eintritt
In ihr väterlich Reich. Auf ihren steinernen Urnen
Lagen der Ströme Beherrscher in weiten Klippengewölben,
Deren Gestein mit ungeborgtem, sternichtem Glanze
Funkelte, gleich Tautropfen der Flur im Schimmer Selenens.
Welche Gewässer sich hier durch menschenloser Gestade
Krümmungen dumpf hinwälzten, besangst du, göttlicher Maro,
Schon mit kühnerem Geniusflug und unsterblicher Würde.
Unnachahmlich und unerreicht fliegt deine Begeistrung
Siegend empor zu dem Tempel des Ruhms; tief bleiben der Nachwelt
Dichter zurück imTale, mit ihnen die jüngste der Musen,
Welche mir stimmte die Leier, geweiht den gütigen Nymphen.
Nur mit ehrfurchtsvollem und tief bewunderndem Schweigen
Will ich vorübergehn die Fürsten der Ströme; die Namen
Ihrer Gewässer durchrauschen dein Lied, unsterblicher Barde,
Schon mit erhabenem Klang. Erfüllt mit froher Erwartung,
Bald die verborgenen Fluten zu schaun, aus denen des Kranken
Zitternde Hand der holden Gesundheit heilenden Balsam
Für den zerrütteten Leib, und den schwermutvolleren Geist schöpft,
Voll von dieser Erwartung gelangt‘ ich jetzt mit der Nymphe
Aus der donnernden Welt der herrlichen Ströme zu jenen
Stillen Gefilden der Heilungsquellen, und hörte von ferne
Schon mit Silberklang in der Felsenwiege sie lallen.
Und die Göttin führte mich tiefer hinab in der Erde,
Grausenvolles Geklüft. Das unterirdische, weite,
Ungeheure Gewölbe, kein Atlas stützte die Last hier,
war mit Diamanten gestirnt; ein eherner Himmel
Hing es über mir. Drohend und furchtbar türmten sich Klumpen
Purpurschwarzen Gesteins, mit Eisenerze durchadert,
Hoch auf beiden Seiten empor. Nur einzelne Schimmer
Streuten des Erzes Adern umher: so funkeln Gestirne
In der Gewitternacht durch schwarze, zerrissene Wolken.
Aber den ehernen Felsen entrieselten flüchtige Bäche
Durch dumpfhallende Wälder gediegenen Eisens, und tragen es endlich
Durch umnachtete Pfade dahin, wo der Kranke die Heilflut
Schöpfet, oder die Glieder darein, im stärkenden Bade,
Taucht, und die schlaffen, zerbrochenen Nerven mit eherner Kraft stählt.
So kommt jeglicher West, der Ceylons Wälder durchsäuselt,
Unter des Zimtbaums Blüten dahin geschlüpft, oder des Amra
Knospende Wipfel umschwärmt, mit Wurzelgerüchen beladen
Aus dem Schatten ins offne Gefild, und erquicket den Wandrer,
Der, mit Staube bedeckt, sich nun dem duftenden Haintal
Eilender naht und atmender trinkt den erfrischenden Luftstrom.
„Lehre mich“, sprach ich anjetzt zu meiner Gefährtin, „dir ist ja
Alles, o Göttin, kund, drum lehre mich, was in dem Heilquell
Jenes lebendige Sprudeln erregt, und die tanzenden Perlen,
Die des Gefäßes Rand mit den wechselnden Farben der Iris
Lieblich umkränzen, und Silberstaub im Zerspringen umherstreun?“
Freundlich erwiderte drauf mit melodischer Stimme die Göttin:
„Durch die ganze Natur ist ein flüchtiger, geistiger, saurer
Äther verbreitet; von ihm durchdrungen sind alle Gewächse,
Alle Gewässer und Steine; zu jeder verborgenen Höhlung
Unter der Erde gelangt er, umfängt mit der Luft, denn von dieser
Ist er selber ein Teil, den Erdkreis. Alle Geschöpfe
Atmen ihn ein und leben; sie würden schneller vergehen,
Früher zerfallen in Moder und Staub und vollenden ihr Dasein,
Wenn der geatmeten Luft es an diesem Wesen gebräche.
Ist ein Bach in der Wüste dem lechzenden Wanderer kühlend,
Süß und erquickend, erfrischt er das Herz dem Müden, so war es
Dieses Gewürz der Natur, das schneller den brennenden Durst ihm
Stillete. Jeglicher Heilungsquell empfängt in der Tiefe
Schon bei seinem Entstehn dieses belebenden Äthers
Aus der umgebenden Luft. Die Geister der flüchtigen Säure
Sind es, welche dem Quell Heilkräfte verleihn, und ihn waffnen,
Aufzulösen das Erz des Gebirgs. Im Laufe zernagt er
Nun die rostigen Wurzeln des eisernen Waldes, und führet
Seinen metallischen Raub mit sich fort, und vereiniget innig
Sich mit ihm; so schwängert sich jede der Wellen mit Eisen.“

Töne, Leier, das Lob des Eisens im Feiergesange!
Unter den mächtigen Barden im heiligen Erbe Thuiskons
Pries noch keiner die Frucht der deutschen Heldengebirge.
Noch kein feierndes Lied erscholl zum Ruhme des Eisens
Unter den Eichen des Hains, der seine Wurzeln hinabstreckt
Zu dem stillen Geklüft, wo den Samen der Erze zu keimen
Mutter Natur gebot, und im leisen Wuchse zu reifen.
Heil dir, edles Geschenk der vaterländischen Berge,
Das der Sterblichen viele verachten, und töricht des Goldes
Trügenden Glanz, den mehr verehren und gieriger suchen,
Als dich, Eisen, und deine bescheidneren Schimmer. Verkennt nicht,
Hermanns Enkel, verkennt nicht das Kleinod eurer Gebirge!
Horcht! Ich singe das Lob des vaterländischen Reichtums.
Sage, woher, o Krieg, nimmst du dein Waffengeschmeide,
Deine geschliffene Wehr zum letzten, entscheidenden Angriff?
Eisen, gehärtet zu Stahl in der Esse, gebändigt vom Amboß,
Und in den Händen des Künstlers geschärft, bewappnet den Feldherrn;
Stählerne Rüstung umpanzert die tatenschwangere Brust ihm.
Heil dir, edles Geschenk der vaterländischen Berge!
Sei gefeiert im Lied, weil du dem Helden zum Rachschwert
Dienst im gerechten Krieg, und ihm über den stolzen Erobrer
Siegen hilfst für das Vaterland in der donnernden Feldschlacht.
Doch ist im Frieden größer dein Ruhm, und schöner dein Segen.
Siehe, du bist mir werter, und feuriger grüßt mein Gesang dich,
Wann dich die Amboßhand zur blanken Waffe des Friedens
Hämmernd bildet, die kein unmenschlicher Krieger im Herzblut
Schlummernder Säuglinge rötet. Die sanftesten, ländlichen Freuden
Schwellen mir immer das Herz, und ergießen in heiligen Hymnen
Sich mir über die trunkene Lippe, wann ich dich sehe
Blinken am friedsamen Pflug in der scholligen Furche des Hügels,
Wann ich höre das Sensengeklirr auf blühendem Anger;
Wann das Sichelgeräusch im Gefilde der sinkenden Halmen
Lieblich ertönt, wo das bräunliche Schnittermädchen mit blauen
Blumen ein Seil durchflicht, um die schönste der Garben zu binden;
Wann in der fröhlichen Lese der Winzer dich schärft auf dem Wetzstein,
Einzuernten den Segen des Herbsts auf Traubengebirgen.
Heil dir, nützliches Erz! Der Chor der geselligen Künste
Stimmt in meinen Gesang zu deinem würdigen Lob ein.
Kein Praxiteles hätte mit silbernem Meißel den Marmor
Je zum atmenden Bilde geschaffen. Keine Paläste,
Aus den felsigen Rippen des Bergs korinthisch erbauet,
Türmten sich ohne das Eisen empor in die staunenden Wolken.
Ohne dich schüfe die Kunst Arachnens keine Gemälde
Auf der blendenden Seide, gespannt in den weiblichen Rahmen.
Trabt das edele Ross, wann Gold den Huf ihm bekleidet,
Sicherer über das Eis, und hinan den steilen Gebirgspfad?
O wie fände der kühne Pilot in den Wüsten des Weltmeers
Sicheren Pfad, wann rings am Olymp Sturmwolken, wie schwarze
Teppiche, hangen, und ihm die freundlichen Sterne verhüllen,
Die durch Labyrinthe von Syrten und strudelnden Wirbeln
Sicher am goldenen Faden ihn leiteten, dass er nicht scheitre?
Durch die schreckliche Nacht bist du, leicht schwebende Nadel,
Ihm ein treues Orakel, das unter magischem Beben
Ihm weissaget, in welcher umwölkten Gegend des Himmels
Sirius strahlt und Arktur, das Siebengestirn und Orion.
Wert bist du dem Steurer nicht nur und dem fleißigen Feldmann,
O wohltätiges Eisen; dich liebt und segnet der Gott auch,
Der mich früh der Natur Geheimnisse lehrte, der weise
Päon. O du, mein Meister, vergib mir, wann ich den Menschen,
Meinen leidenden Brüdern, eröffne die heiligen Lehren
Deiner göttlichen Kunst, sie nur in den dämmernden Vorhof
Führe deines großen, geheimnisverhüllenden Tempels.
Stärkendes Eisen erneut der Gesundheit blühenden Purpur
Auf der sterbenden Wange der totenbleichen Entkräftung.
Einstens kannt ich ein Mädchen, in deren Gesichte die Krankheit
Schon die Miene des Tods und die Züge der kalten Verwesung
Zeichnete, jammernden Eltern zum Weh, und teuern Geschwistern:
Doch sie fand in dem Eisen Genesung wieder, und Leben.
Jüngst ach! starb mir ein Freund, den alle Geheimnisse Päons
Hatte die koische Schule gelehrt; der Blumen und Kräuter
Heilende Kräfte, womit ihr zartes Aderngewebe
Angefüllt die Natur; die Kraft der balsamischen Träne,
Welche die Sommersonne den klüftigen Rinden der Bäume
Fern in Indiens Talen entlockt; die Tugenden aller
Erden und Salze waren dem Weisen bekannt; und so ward er
Durch die Gegend umher ein Rat und Helfer der Siechen.
Denoch fand Hygieens vertrautester Liebling für seine
Krankheit nirgends ein Heilungskraut: bis endlich die Nymphen
Sein sich erbarmten, und ihm die Genesung am heiligen Borne
Wieder verliehn. Von neuem begann der Edle zu leben.
O noch mancher genas durch ihn, durch ihn, der mit Großmut
Stets dem Dürftigen half, und am Schmerzenslager des Siechen
Tief im Herzen empfand der Erbarmung heiligen Schauer.
Menschlichkeit war ihm die heiligste Pflicht. Der Seele des Biedern
Wars schon hohe Belohnung, die dankenden Perlen im Auge
Armer Geretteter blinken zu sehn, und mit ihnen zu danken
Jenem erhabenen Geist, der ihn unter den Pflichten des Wohltuns,
Mitten im Kampf für Menschenheil in den besseren Stern jüngst
Aus der Täuschungen Land abrief. Da weinten die Guten.
Er entschlummerte still und sanft; wie der alternden Eiche
Sanft ein Blatt entsinkt, das Zephir am herbstlichen Abend
Leise dem Zweige entweht: so wehte der Engel des Todes
Auch sein Leben hinweg; allein empor zu dem HImmel.
Beide, der Greis und das Mädchen, verdankten den stärkenden Quellen
Ihre Genesung, welche mit Heilkraft mischte des Eisens
Göttergeschenk, als ihre Gewässer noch unter der Erde
Da noch weilten, wo du dem Sänger, o gütige Nymphe,
Zeigtest deiner Geschwister noch unbesungene Schätze;
Wo mich ein eherner Wald umrausch‘, und ein eiserner Himmel
Über mir hing, wo Graun und Schauder und ewige Nacht herrscht.
Aber in lichteren Gängen der unbeachteten Tiefe
Deines verborgenen Reichs, Allnährerin Erde, befand ich
Jetzo mich an dem Arme der leitenden Göttin. Wir traten
Jetzt in den weiten Bezirk der hohen, chemischen Werkstatt,
Wo die stille Natur den Kristallen der werdenden Salze
Bildung und Schönheit gibt. Mich ergriff Bewundrung, ich staunte
Vor dem großen Geheimnis der ewigbildenden Schöpfung.
Siehe, mir hellte die Göttin den Blick. Ich sahe mit tiefem,
Wonnevollem Erstaunen kristallene Wälder, und hohe,
Glatte, durchsichtige Felsen, in mannigfacher Wandlung,
Werden und wachsen. Ein Wink, und eine kristallene Wildnis
Lag in stiller Pracht vor meinem bewundernden Auge.
Über der glänzenden Wildnis, in bläulich dämmernder Ferne,
Bildeten, gleich den Eispalästen der Gletscher, sich hohe
Säulen von Salz, ein Wunder zu schaun! So türmet am Nordpol
Scholl‘ auf Scholle sich auf, und ein wildes Gemisch von öden
Eiseilanden erhebt dumpftosend empor in die Nacht sich.
Vieles lehrte die Göttin mich hier von der Salze Verwandschaft,
Von den Geheimnissen viel der unergründlichen Schöpfung;
Und sie begann und sprach zu dem Kenntnisbegierigen also:
„Wisse, nicht ohne Gesetz verbinden die salzigen Stoffe
Hier sich untereinander; ein jegliches Teilchen gesellt sich
Stets dem ähnlichen zu. Die Natur gab diese Gesetze
Seit der Schöpfung Beginn: daher der wandelnden Welten
Großer Verein, und des Spärengesangs harmonischer Vollklang.
Alle Planeten und Sonnen, bevor sie schwebeten diesen
Kreisenden Tanz, und die Sphären den Chorpsalm donnerten, stiegen
Aus dem gebärenden Chaos, wie zahllos fliegende Funken
Aus dem brennenden Wald, ganz ohne Gesetze der Ordnung.
Aber nicht lange, so zogen die größeren Körper die kleinern.
Anfangs taumelten, schwankten in ihren Bahnen die Welten,
Bis das Gleichgewicht der ziehenden Kräfte der Sonnen
Mit der enteilenden Kraft der Wandelsterne des Kreislaufs
Ewige Grenzen bestimmt am blauen Äthergewölbe.
Selber der Menschen Geist bezog der Weltenerschaffer
Mit den harmonischen Saiten der sympathetischen Freundschaft,
dass sie einander sich liebten, und liebend empfänden, im weiten
All, was groß und wahr ist, und schön; süß schwärmender Wehmut
Voll, in der Maiflur lauschten dem Nachtigallengesange,
Oder mit denkendem Ernst anstaunten den Ozean Gottes,
Wo Gestirn an Gestirn hinschwimmt gleich goldenen Inseln.“
Hier verstummte die Nymphe. Mich mahnte die ernste Belehrung,
Ihr geliebten Entfernten, an euch, an die Feier der Freundschaft
In der geselligen Laube, wann durch die blühenden Wipfel
Uns der Abendstern zur sanftern Fröhlichkeit einlud.
Ahnend suchten, erkannten wir uns, und von Munde zu Munde
Scholl das festliche Bundeswort: „Auf ewig!“ Wir schieden;
Doch, mit der Treue Gurt zur Lebensreise gegürtet,
Denken wir froh des Wiedersehns dort über den Sternen.

Jetzo vernahm ich melodisches Rauschen, das leiser und leiser
Stets sich dem Ohre verlor. Es war das Rauschen der Bäche,
Die den kristallenen Grotten entsprudelten. Still an dem Ufer
Stand ich und sah, wie Quelle das Salz im Entstehn in sich aufnimmt.
Einige glitten dahin, als hätte der Winter mit Froste
Sie bedeckt, und andre zerstäubten im fliegenden Sturze.
Nur ein dämmernder Tag weilt hier. Vom bleicheren Zwielicht
Sanft beschimmert, entstieg ein Gewölk dem stürzenden Wasser.
Liebliches Farbenspiel erschien in dem leichten Gewölke,
Zwar kaum sichtbar und matt, doch schön und hehr, wie dem Vollmond
Gegenüber im braunen Gewölk der regnichten Herbstnacht
Sich mit welkendem Schimmer der farbige Bogen erhebet.
Jeglicher Bach spült hier des helldurchsichtigen Salzes
Ab vom Saume des Ufers, das sanft in die Wellen hinabschmilzt,
Reißt es mit fort, und trägt es, mit seinem Gewässer vereinbart,
Zu den lichten Gefilden der Erd‘ empor, wo sich endlich
Aus dem Schiefergebirg sein Quell ergießt, und das kranke
Menschengeschlecht einladet, Genesung und Leben zu schöpfen.

Grauliche Nebel umwölkten der Pfad, worauf ich an meiner
Hehren Begleiterin Hand jetzt wandelte. Goldene Schimmer,
Die dem göttlichen Auge, wie mondliches Glänzen, entströmten,
Hellten der schaurigen Nacht Einöden cimmerisches Dunkel.
Furchtbar erscholl fernher, wie des Meeres dumpfhallende Brandung,
Oder versinkender Städte Gekrach, die des berstenden Erdballs
Tiefe verschlingt, ein wüstes Getös mir entgegen; und bebend
Zögert‘ ich, weiter zu gehn; allein das Lächeln der Göttin
Srahlt‘ in die Seele mir Mut; mit melodischer Stimme begann sie:
„Siehe, wir nahen anjetzt der Flammenwelt der Vulkane,
Wo ein glühendes Meer hochwogig der wolkigen Hekla
Wurzeln umdonnert, empört von den Feuerorkanen des Abgrunds;
Wo des Ätna Schwefelgewitter im grausen Tumulte
Wirbelnde Purpurflammen umher in der stygischen Dunstluft
Schleudert, und fort in der Tiefe sich wälzt durch funkelnden Rauchdampf.
Hier zu wandeln verbeut das Verhängnis. Unter dem Aufruhr
Würden Entsetzen und Furcht, und wärs ein Himmlischer selbst, hier
Würden Entsetzen und Furcht mit seltenem Schauer ihn fassen,
Wenn er zum ehrnen Gehäg, das dort den aornischen Graunschlund
Rings umzäunt, eindräng in die donnernde Burg Hefästos.
Siebenfältige Nacht umlagert des tobenden Hades
Eisernes Flügeltor. Erdbeben erschüttern die Länder,
Wann ein Donnersturm die Riegel zersprengt, und es aufkracht.
Doch dir verheißt ein Götterspruch, dich zu nähern dem Eingang
Sonder Gefahr, und froh in die Lichtwelt wieder zu kehren,
Wo du zuerst mein Blumengestad im Frühlinge blühn sahst.
Zwar ein furchtbares Ziel, das hier an das Ende der Bahn grenzt,
Die du betratst; doch eil‘ ihm entgegen mit freudiger Kühnheit!
Nicht ohn‘ einiges Gottes Geleit, nicht ohne die Obhut
Einer verborgenen Macht sind ja der Begeisterung Söhne.
Auf! und folge mir nach mit dem forschenden Blick der Erwartung!“
Also die Göttin! Und grauses Getön scholl, da sich die Flügel
Öffneten. Unter dem Fuß mir erbebten die Wurzeln der Berge,
Schauerlich! Aber ich nahte mich ohne Verzug, und erblickte
Schwarzes Gewölk, das, gleich Gewittern, über dem Abgrund
Graunvoll hing. Sturmwinde zerrissen es. Tief in der Ferne
Wogt‘ ein gärender See, und gleich Eilanden des Weltmeers,
Schwammen zerschmolzne Gebirge darauf. An der öden Umufrung
Schoss Glutstrom hervor aus gähnenden Schlünden, und plötzlich
Sausten geschleuderte Felsen umher; rotglühendes Erz flog
Wirbelnd empor zum Gewölb, und fiel mit Gekrach, wie der Hagel
Schmettert und kracht, zurück in großen, feurigen Tropfen.
Ringsum schmolz Erdharz von der Glut aus berußten Gebirgen
Über schwarzen Basalt in die finsteren Täler hinunter.
Asche bewölkte den weiten Bezirk, und schweflichte, blaue
Leuchtungen zuckten hervor mit Getös aus ehernen Bergen,
Dass die Felsen entstürzten den Höhn in donnernde Tiefe.
Siedende Quellen ergießen sich hier. Aus glühenden Urnen
Stürzen sie strudelnd hervor, durch raues Geklipp hinbrausend.
Fürchterlich kämpft mit des Feuers Gewalt der Schwall der Gewässer,
Hochaufwogend mit lautem Gebrüll; die tobenden Fluten
Heulen in dampfenden Ufern dahin, mit zischendem, weißem
Schaume bedeckt, und verlieren sich tief in der nebelnden Ferne.
Aber beladen und innig vereint mit dem feinesten Stoffe
Ihrer Schwefelgestade, wodurch sie fliehend sich wälzten,
Strömen sie wieder hervor, noch warm, an waldiger Berge
Fuß, und begrüßen das Licht, und den grünen Teppich der Erde.
Zwar blinkt seltner im hellen Kristallgefäße der warmen
Quelle Silber; allein es gewähren die laulichen, weichen
Wellen der siedenden Welt ein schmerzenlinderndes Heilbad.

Aus den rauchenden Tiefen erhob sich jetzo die Göttin
Wieder mit mir. Schon kam ein dämmernder Schimmer herunter
Durch das nächtliche Graun, bald wurde der Dämmer zu Lichte.
Jetzo schloss sich hinter mir schon die demantene Pforte.
Aber melodisch hallte der Angeln silberner Klang nach
Durch die weiten Gefilde der Nacht, und verlor sich im fernen
Felsengeklüft; Ich war zur Grotte der Nymphe gekommen.
Hinter den Waldungen sank hinab der scheidenden Sonne
Schwimmendes Gold, und heiter entstieg im Rosengewande
Einer bestrahlten Wolke der Abend dem tauenden Himmel.
Hesperus funkelte fern ob den Burgruinen der Gleichen;
Und es erröteten sanft in der Felsenhalle die jungen
Wellen der werdenden Gera. Das träufelnde Moos der Granitwand
Blitze mit allen Farben der bunten Iris im Spätrot.
Und ich entstieg ernstfreudig der Kluft, und verließ mit des Dankes
Frohem Gefühl dein Heiligtum, untadlige Nymphe,
Wo der Wogen gesang in elysische Träume dich einwiegt
Durch die Nacht. O nimm, jungfräuliche Nymphe, des Dankes
Opfer mit Huld auf. Schon in der Morgenröte des Lebens
Feiert‘ ich unter den Eichen, die dein Stromufer umschatten,
Kindlicher Andacht voll, das Fest des kehrenden Frühlings.
Halcyonische Tage, wie seid ihr so schnell mir entflohen!
Segnend ertönt mein Lied: „Es versiege, Göttin, dein Quell nie!
Stets umwehe dir Kühlung die dämmernde Grotte!“ So rief ich
Laut, und des Jünglings Lied vernahm dein Ohr in der Tiefe.
Segne mich wieder mit Heil und Gesundheit, und lass mich der Ruhe
Stillen Genuss stets finden im Hain, wo die Geister der Vorwelt
Noch der Druiden Altär‘ auf goldenen Wolken umschweben,
Würdige mich noch oft, o Göttin, der hohen Erscheinung,
Wann ich ahndungenvoll an deinem heiligen Stromquell
Einsam verweil‘, anstaunend der immer ändernden Schöpfung
Ewigen Bildungstrieb in der Myriade der Wesen;
Oder der reichen Natur stillwirkende Kraft in dem Wachstum
Hier des Halms, und dort der ragenden Eiche bewundernd.

 

Erläuterungen

Hygiea: Unter diesem Namen wurde Pallas von dem Altertum als medizinische Gottheit angerufen. Von den Römern wurde ebenfalls eine Minerva medica verehrt.

Des koischen Weisen: Hippokrates, ein Sohn des Heraklides und der Praxithea, aus dem Geschlechte der Asklepiaden; wurde geboren auf der Insel Kos, im ersten Jahre der achzigsten Olympiade. (456 Jahre vor Chr.)

Südwärts über der Stadt: Arnstadt in Thüringen, der Geburtsort des Verfassers, soll, nach einer alten Chronik, von Adler oder dem veralteten Worte Aar den Namen erhalten haben.

Des Amra knospende Wipfel: Der Amra ist ein schöner indischer Baum mit wohlriechenden Blüten.

saurer Äther: Kohlengesäuertes Gas, oder fixe Luft, ein Hauptbestandteil der eisenhaltigen Gesundbrunnen.

Die Kunst Arachnens: Die Kunst zu sticken, von der Mäonierin Arachne so genannt, quae pingebat acu, wie Ovid singt.

Der weise Päon: Päon, oder Paieon, war ein Beiname des Apollo, welchen die Griechen als den Vorsteher der Arzneikunde und der Dichtkunst verehrten.

Am heiligen Borne: De hyllige Borne, der uralte Name von dem Pyrmonter Gesundbrunnen.

Den aornischen Graunschlund: Aornos, oder Avernus, hieß den Griechen jede Qualmhöhle oder jeder Ort, dessen erstickende Ausdünstung die Vögel tötete, welche darüber hinflogen.

Nicht ohn‘ einiges Gottes Geleit: Luther bedient sich des Beiworts einiger für irgend einer, und auf dieses Ansehen gestützt nahm es Voß in dieser Verbindung wieder in unsere Sprache auf. Nicht ohn‘ einiges Gottes Ereifrung erduldest du Trübsal. – Virgils Landbau von Voß, IV, 453.

Den Burgruinen der Gleichen: Die bekannten drei thüringischen Bergschlösser zwischen Erfurt, Gotha und Arnstadt.

Halcyonische Tage: Hießen den Alten so viel als ruhige, stillheitere Tage, von Halcyone, oder dem Eisvogel, der mitten im Winter nur wenige Tage brütet. In diesen Tagen, fabelten sie, herrsche Windstille auf der See.

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