Dem

Dem das Welt-Sein ins Gehirn wirrt und erstarrt,
Denn zum Wort formt’s der Verstand gleich; der es denkt
Und gedichtfroh in die Nacht schreibt,
Aus der Nacht auch – ihm entgeht’s.

1624

Nach dem Lesen von Gerhard Storz‘
„Martin Opitz und die deutsche Dichtung“

Ihr ehrt nicht mehr den klugen Mann,
Der damals unsern Vers gewann?
Ich tu’s: Hoch Martin Opitz!

Der Gegenbesuch der Quelle

Der Regen hat der scheuen Quelle
Geduldig Mut gemacht; da hat sie sich getraut,
Sich von der angestammten Stelle
Zu lösen, und hat stolz bei mir vorbeigeschaut!
Ich stand, mit Gummistiefeln an den Füßen,
Im Flur, die Gute zu begrüßen,
Und bot ihr einen Eimer an;
Sie dankte lieb und frug,
Als ich sie aus dem Hause trug,
Ob sie mich nächstes Jahr erneut besuchen kann.