Ist ja gut!

Ich rufe Verse ins Sein; den Versen stinkt das gewaltig.
Ganz gleich, ob Gott, ob der Mensch es ersinnt:
Was immer wird, wird geplagt vom Wissen, bald zu vergehen …
Ich rufe Verse; die knurren „Halt’s Maul“.

Schatten-Triolett

Menschen, Menschen! Was ist euer Leben,
Eure Welt, die tränenvolle Welt?
Dieser Schauplatz, kann er Freude geben?
Menschen, Menschen, was ist euer Leben!
O! Die Schatten, welche euch umschweben,
Hölderlins, der sich zu euch gesellt:
Menschen, Menschen, das ist euer Leben,
Eure Welt, die tränenvolle Welt!

Sommernächtliches Triolett

Froschgewaltig lärmt die Nacht,
Grillenmächtig – wer die Ohren
Sich verstopft, wird ausgelacht:
Froschgewaltig lärmt die Nacht!
Klug ist, wer die Nacht durchwacht,
Wer den Schlaf sucht, ist verloren –
Froschgewaltig lärmt die Nacht,
Grillenmächtig, in den Ohren!

Sein und Tat

◡ — ◡ — ◡ — — ◡
◡ — ◡ — ◡ — — ◡
◡ — — ◡ —

In stetem Gang, dann jäh strauchelnd
Bewegt der Vers sich, tut’s wieder:
Ihm scheint’s richtig so,

Und wer sein Tun genau ansieht,
Kann anders nicht, als „Schön!“ rufen:
Die Tat ehrt das Sein.