Erzählverse: Der trochäische Vierheber (48)

In Ferdinand von Saars „An eine junge Holländerin“, entstanden in Rom im Herbst 1873, betrachtet das „Ich“ im Bahnhof eine junge Frau, bis schließlich deren Zug eintrifft:

 

Horch! Ein Pfiff und laute Rufe.
Türen werden aufgerissen –
Und schon trittst du, rasch den Schleier
Niederlassend, mit den Deinen
Zarten Fußes auf die Schienen,
Wo du im Waggon verschwindest. –
Träumend steh‘ ich vor dem Zuge,
Der zu neuem Lauf sich rüstet
Mit Gestöhn und wildem Schnauben.
Jetzt ein Ruck – ein leises Rollen –
Und er führt dich in die Weite,
Rascher immer, immer mächt’ger
Vorwärts drängend. Und ich folg‘ ihm –
Erst mit Blicken, dann im Geiste,
Wie er hineilt durch die hehre
Götterlandschaft mit den alten
Wundervollen Städtebildern
Bis zu jenem hellen, lichten
Marmorbautenkranz am Arno.
Und von da, hinan, hinunter,
Nach Bologna, nach Venedig,
Durch die grünen deutschen Lande,
Fort am Rheinstrom – bis sich endlich
Aus der Flut entfernten Meeres
Deine Vaterstadt emporhebt:
Amsterdam, so reinlich kühlig –

 

Diesen Aufbruch, diese Reise (mit der der Text nicht endet!) helfen die trochäischen Vierheber erfahrbar zu machen?! Wie immer formen sie den Satz eher unauffällig und werden dabei doch als Verse erfahrbar. Dreimal setzt Saar zwar einen harten Zeilensprung – „nach „hehre“, „alten“, „lichten“, aber das kann dem geschlossenen Eindruck der Verse nichts anhaben. Schön gemacht!

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (47)

Ich schätze die Gedichte Johann Nikolaus Götz‘ sehr.  Die folgenden Verse stammen aus „Bei Erblickung einer schönen Person“:

 

Über ihrem Scheitel gaukelt
Ein in sie verliebter Schwarm
Buhlerischer Morgenlüfte,
Die mit feuchten Fittichen
In dem Sonnenstrahle funkeln
Und ihr Tropfen hellen Taus
Auf den weißen Busen sprützen,
Wo der Überfluss sich bläht.
Vor ihr hüpft die Fröhlichkeit
In dem weißen Sommer-Kleidgen,
Und die Scherze, nebst den Spielen,
Die, gleich kleinen Engelchen,
Aus den angefüllten Schürtzgen
Mit den kleinen Götterhänden
Rosen, Veilgen, Lilgen holen
Und die Schöne, und den Pfad,
Wo die Schöne geht, bestreuen.

 

So selbstverständlich kann etwas klingen, das nicht übermäßig viel zu bedeuten hat – und sich nicht beschweren dürfte, bezeichnete man es als Unfug … Aber das ist eben auch wirklich gut gemacht, mit der Götz eigenen, sehr anziehenden Nachlässigkeit; Und der trochäische Vierheber, der hier einige Male auch mit betonter Schluss-Silbe steht, steuert da sicher einiges zu bei durch seine Prosanähe bei gleichzeitig deutlich spürbarer Vers-Gestaltung – der Satz, der sich durch die letzten sieben Verse zieht, ist jedenfalls ein wahres Lesevergnügen!

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (46)

Wie in (45), so auch diesmal: Ein Beispiel für „Wie man aus nichts etwas macht“. August Kopisch wählt als Gegenstand Amor und als Vorgehensweise einmal den Gegensatz, einmal die Reihung; und schon schnurrt das Gedicht los und auf sein Ende zu, nur kurz abgebremst durch eine Frage, die verhindert, dass ein zu eintönigiger Eindruck entsteht; und unaufdringlich gestaltet und geformt vom reimlosen trochäischen Vierheber.

 

An Amor

Amor, sag, wie bist du Knabe
Anders stets und doch derselbe,
Traurig heut und morgen fröhlich,
Sinnend ernst, dann leicht hinflatternd,
Erst unleidlich, dann behaglich,
Bald vertraut, bald wieder fremde,
Neckend und dann sanft und schmachtend,
Stark und wieder ganz ermattet,
Lautaufjauchzend, tot und düster,
Dumm und klug, und falsch und ehrlich –
Bist du Alles denn und Jedes,
Wunderbarer, lieblicher Knabe?
Ach, du lächelst, Schöner, Holder,
Während aus den Augen Tränen
Süßer Schmerzen niederfallen!

 

Wer mag, versuche derlei selber – aus einem kleinen Gedanken-Keim auf diese Weise ein ganzes Gedicht aufwachsen zu lassen, ist vergnügliches Tun; und wer immer mal wieder Verwendung für ein schnellgemachtes und doch vorzeigbares Gelegenheitsgedicht hat, kann auf diese Weise leicht zu einem solchen kommen.

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (45)

Eine Fliege in einer Flasche

Sahst du denn in einer Flasche
Niemals eine Fliege flattern,
Die sich durch die enge Mündung
In das Glas verflogen hatte?
Nun, so wirst du auch begreifen,
Wie die kleinen Liebesgötter
Es in meinem Herzen treiben.
Durch die offnen Augen haben
Sie sich da hinab gestohlen,
Aber schon wird es darinnen
Ihnen viel zu eng und bange,
Und sie flattern so unbändig,
Dass ich Tag und Nacht vor ihnen
Keine Stunde Ruhe habe.

 

– Kann man heute nicht mehr schreiben, ich weiß. Schade eigentlich! Die Selbstverständlichkeit und Gelassenheit, mit der Wilhelm Müller hier „aus Nichts Etwas macht“, stünde manch heutigem Text ganz gut zu Gesicht, dessen „Etwas-Gelten-Wollen“ dem Leser und dem Hörer oft unangenehm aufstößt … Wie ein solcher Text im 21. Jahrhundert aussehen könnte, das bliebe dann freilich noch zu ergründen!

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (44)

Ignaz Franz Castelli war kein sehr origineller Dichter; er hat, auch handwerklich mäßig geschickt, gestaltet, was andere schon vor ihm gestaltet hatten. Gerade darum aber ist er geeignet, den auch 1844 (da erschienen seine gesammelten Werke) schon etliche Jahrhunderte lang benutzten Vorrat an Wendungen zur Beschreibung der weiblichen Schönheit so, wie er ist, vor den Leser hinzustellen! Er tut das am Anfang von „Liebesfeuer“:

 

Donna Stella war die schönste
Von den Frauen in Sevilla;
Trug sie ihren Schleier offen,
Mussten ihn die andren senken.

Ihre Augen waren Sonnen,
Und das Feuer dieser Sonnen
Zog aus Männeraugen Wasser,
Die doch sonst nicht gerne weinen.

Ihre Haare waren Netze,
Von den Grazien selbst geringelt,
Dass die Locken mussten locken
Jeden, der sie sah, und fangen.

Ihre Lippen waren rote,
Zum Genuss geschwellte Beeren,
Die da winkten, dass sich jeder
Lüstern mühte, sie zu pflücken.

Ihre Zähne waren Perlen,
Die nicht schliefen in den Tiefen,
Sondern in dem mildsten Glanze
Jedem Auge offen lagen.

Ihre Haut war Alabaster,
Drin sich blaue Adern schlängeln,
Und der Aeolsharfe Tönen
Glichen ihrer Stimme Klänge.

Also war der Frauen schönste
Donna Stella in Sevilla,
Und kein Männerauge pflegte
Unbedarft ihr zu begegnen.

 

Vierhebige reimlose Trochäen, in Strophen geordnet; was freilich durch das aufzählende Wesen des Gedichts nicht weiter auffällt.

Wie ernst dieser Text gemeint ist, ist schwer zu sagen … Spätestens nach den „lockenden Locken“ der dritten Strophe möchte man an eine Parodie oder einen sonstwie humoristischen Text glauben; aber ich fürchte, das ist er einfach nicht?!

Immerhin bietet er in übersichtlicher Form eine Übersicht über die altbewährten Versatzstücke, die weibliche Schönheit zu beschreiben; wer das heute wagen will, tunlichst in unernster Absicht! kann sich hier bedienen.

Die vorgestern unter (43) vorgestellten Verse Adolf Peters‘ waren sicher keine Meisterwerke, aber verglichen mit denen Castellis doch eine andere Liga – eben weil Peters dem Vorgefundenen eine eigene Wendung gegeben hat. Keine aufsehenerregende; aber immerhin!

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (43)

Adolf Peters 1840 erschienene „Gesänge der Liebe“ sind ein Buch, das heute niemand mehr zu kennen braucht – zu unbedeutend sind die darin versammelten Liebesgedichtlein. Ein, zwei Stücke sind aber doch ganz anziehend, zum Beispiel „Der Besiegte“:

 

Heldin, Heldin, nicht so grausam!
Weit zerstreut sind meine Streiter,
Meine Schlacht ist längst verloren,
Und ich blute, schwer verwundet,
Auf dem Felde deines Ruhmes,
Deiner Locken goldne Fahne
Flog, ein Adler, vor den Siegen,
Deiner Stimme Zauberschwert schlug
Mir die Sinne, die Gedanken;
Plötzlich die Gefahr erleuchtend,
Streckte jähling mich darnieder
Deiner Blicke Speergefunkel,
Und mein Herz, der junge Feldherr,
Ging verrät’risch zu dir über.
Heldin, Heldin, nicht so grausam!
Neig dich über mich, zu träufeln
In die schmerzensheiße Wunde
Die drei Tröpfchen himmlisch mildes
Lebensöl: „Ich liebe dich!“
Und die Binde deiner Arme
Leg um den zerriss’nen Busen.

 

Eine Tonlage, die man nicht in der Mitte des 19. Jahrhunderts erwarten würde, sondern eher hundert Jahre früher?! Aber die Verknüpfung von „Schlacht“ und „Liebe“ / „Äußeres“ ist nett gemacht, die Sprache bewegt sich frei und ansprechend im Raum der trochäischen Vierheber; und so lässt man sich’s gefallen, auch noch am Anfang des 21. Jahrhunderts …

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (42)

„Bernal Diaz del Castillo“ ist der Titel eines Gedichts von Albert Ehrenstein; es ist aber auch der Name eines Menschen, der wirklich gelebt hat, eines spanischen Konquistadors, der bei der Eroberung Mexikos durch Cortes dabei war und später darüber auch geschrieben hat.

Allerdings starb er, für damalige Verhältnisse hochbetagt, im Alter von neunzig Jahren; da gehen Ehrensteins Verse einen anderen Weg – oder doch nicht?

Ganz gewiss andere, expressionistischere Wege jedenfalls als die trochäischen Vierheber, sagen wir, Goethes oder Mörikes!

 

Bernal Diaz del Castillo
Abschied nahm vom lieben Leben.
Seiner Haare rote Wolke
Schrillt im Wind, dem irren, unter
Der Gewitter Wolkenwust.

Seine Stimme schnaubt im Sturm:
„Spielte gern mit Stern und Tier.
Ackersmann war ich einst Fluren –
Wurde satt der Saatkartoffel.
Mutter Gottes starb zum Himmel,
Lebend traf ich nur Urhuren;
Ihnen hielt ich Hahnentreue.
Als sie mir das Herz zerstampften,
Würgte ich die bittre Venus.

Morgenblüte, Frühlingsvogel
Schandet mit dem Strand, dem andern.
Hier ward ich den Negerkindern
Donnerbart, der Gott des Landes.
Doch auch hier auf meinen Spuren
Weißer Hund: der Mönche Herden,
Höllenhelden, Menschenfänger.
Brät mein Neger sie im Dickicht,
Neue heulen von den Schiffen,
Jagen Sklaven, quälen Seelen:
Zauberwelt stürzt ein, vernichtet.

Kraft der heilig hohen Sonne –
Blend die Teufel, jäher Strahl!
Sieh: ich richte mich mit letztem
Feuer. Brennend krachen meine
Burgen in Stroms Wasserwildnis.
Meine Seele weiß ihr Böses,
Strafe traf das Fleisch, ich knecht es,
Lernt, im Frühling einsam sein.

Aber müd bin ich der Hütte
Meiner Trauer, müde all der
Felsen, Wälder, Nahrungsfelder.
Länder ihr mit euren Flüssen,
Städte, Wiesen, Berg und Tal – euch
Grüße ich zum letzten Mal.

Armes Ich, wo gehst du hin?
Eh ich alt und krank und blind am
Stabe wank und sink, hilf mir, o
Klippenweg aus deinen Meeren
Ewigkeit!“ Der Ritter Bernal
Diaz del Castillo ließ sich
Eine Kugel durch den Kopf gehn.

 

– Da kann man über eine Menge nachdenken, bezogen auf die Gestaltung; zum Beispiel über die seltsamen Reime im vorletzten Abschnitt! Aber auch anderes ist einen genaueren Blick wert – Zeilensprünge, versetzte Betonungen, „falsche Anschlüsse“ … All das trägt zur Wirkung bei, die ja unzweifelhaft da ist!?

(Entnommen habe ich das Gedicht der 1997 im Klaus Boer Verlag erschienenen und von Hanni Mittelmann herausgegebenen, schönen Ausgabe der Werke Ehrensteins; im Band 4/I findet es sich auf den Seiten 242 und 243.)

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (41)

In Friedrich August Gottholds 1820 erschienenen „Kleinen Schriften über die deutsche Verskunst“ findet sich auch ein „Entwurf zu einer Anweisung, in der Verskunst zu unterrichten“.

Was meint: in der Schule unterrichten. Und dann eben nicht nur die Theorie der „Verskunst“, sondern auch ihre Praxis!

Mit der Theorie möchte Gotthold früh beginnen: „Mit der Metrik kann man elfjährige Knaben, also etwa die vierte Klasse, ohne Bedenken beschäftigen.“

Die Praxis will er so angehen: „Auch wird man wohl daran tun, wenn man den Anfänger nicht metrische Übersetzungen machen, noch seine eigenen Gedanken, sondern Fabeln, Erzählungen, Idyllen und dergleichen aus Prosa in Verse bringen lässt.“

Beispiele aus Gottholds eigenem Unterricht finden sich in der vierten Beilage. „Den Tertianern diktierte ich folgende Fabel:

Die Hasen, welche einst gegen die Adler Krieg führten, luden die Füchse ein, ihre Bundesgenossen zu werden. Die Füchse aber sagten: Wir würden euch gern beistehen, wüssten wir nicht, wer ihr seid, und wer eure Feinde sind.

Diese haben sie teils in Trochäen und Iamben, teils in Hexameter verwandelt.“

Von den weiter angeführten trochäischen Texten der Schüler gebe ich nur einen:

 

Als die Hasen mit den Adlern
Einst in einem Kriege lebten,
Sprachen jene zu den Füchsen:
Werdet unsre Kampfgenossen,
Und verbindet
Euch in diesem Krieg mit uns.
Als die Füchse dieses hörten,
So erwiderten sie jenen:
Gerne wollten wir euch dienen,
Doch wir kennen
Eure Feinde und auch euch.

 

Gottholds Bewertung: „Gegen das Silbenmaß ist nicht oft verstoßen; aber die Wort- und Versfüße fallen nicht selten zusammen, und an Hiatus und Härten fehlt es auch nicht.“

Ach ja … Ich finde das schon gut gemacht für einen, äh, Vierzehnjährigen?!  Die drei Schluss-Verse sind besonders fein! Und man stelle sich derlei mal in einem heutigen Gymnasium vor. Oha …

Die Hexameter-Versuche der jungen Menschen stelle ich in einem eigenen Eintrag vor, zusammen mit dem Versuch des Lehrers!

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (40)

Paul Heyses Fähigkeit, sich in allem Versmaßen sicher bewegen zu können (wenn die Ergebnisse auch nie wirklich berauschend waren), kam ihm beim Abfassen seiner „Reisebriefe“ zugute: Er konnte frei wählen. Den an Joseph Victor von Scheffel gerichteten Reisebrief verfasste er in gereihten und ungereimten trochäischen Vierhebern, also genau dem Maß, in dem Scheffels berühmter und im Brief angesprochener „Trompeter“, der vom Verserzähler unter (21) vorgestellt wurde, geschrieben ist! Der Anfang:

 

Lieber alter Freund, gedenkst du
Unsrer Sorrentiner Tage,
Da wir in der Rosa magra,
Jener billigen, bescheidnen
Künstlerherberg‘ alten Stiles,
Traulich hausten Tür an Tür?
Du, von Capri erst gelandet,
Da wir kaum in rotem Landwein
Uns den Willkomm zugetrunken,
Gabst des Säckinger Trompeters
Erst‘ Kapitel mir zum besten,
Frischgedichtet in Paganos
Palmenschatten; ich dagegen
Ließ dich sehn die Arrabbiata,
Kaum noch von der Tinte trocken.
(Lest Ihr eine Predigt? fragt‘ uns
Die Luisa, die von anderm
Mündlich feierlichem Vortrag,
Von Gedichten und Novellen
Nie ein Sterbenswort gehört.
Und wir lachten.) …

 

– Das epische Gedicht wie die Novelle, beide entstanden 1853. Und ich fürchte, neben deren mündlichem Vortrag ist auch der einer Predigt heute nicht mehr wirklich vielen Menschen im Ohr … Heyses Verse, jedenfalls, sind ganz nah an der Prosa. Immer noch Verse, sicherlich; aber sicher auch des „feierlichen Vortrags“ bedürftig, um als Verse wirklich zur Wirkung kommen zu können?!

Erzählverse: Der trochäische Vierheber (39)

Der Ziegelschlag

Weit gedehnte, öde Strecken,
Schmutzig-gelbe Wassertümpel;
Einsam ragt der Schlot des Ofens
Über morsche Bretterschuppen.

Fahle Menschen, wie geknetet
Aus dem fahlen Lehm des Bodens,
Drin sie wühlen, treiben lautlos
Jahr um Jahr ihr ödes Handwerk.

Füllen und entleeren Truhen,
Mischen, treten, streichen, schlichten,
So des Backsteins ewig gleiche
Form verdrossen wiederholend.

Träge ziehn vorbei die Stunden;
Aufgelöst in Staub und Hitze,
Oder rings in Kot zerfließend,
Scheint die Welt auch hier zu Ende.

 

Denkt man den ungereimten, gereihten trochäischen Vierheber als den üblichen Fall und die strophische Anordnung von ungereimten trochäischen Vierhebern als die Abweichung davon, das Besondere; dann stellt sich die Frage nach dem Grund der Abweichung.

In Ferdinand von Saars „Der Ziegelschlag“ kommt diese Begründung aus dem Inhalt: „So des Backsteins ewig gleiche / Form verdrossen wiederholend“, das lässt sich ja ganz leicht umdenken auf die Strophe aus vier ungereimten trochäischen Vierhebern!

Eine gelungene Formwahl also.