Sommernächtliches Triolett

Froschgewaltig lärmt die Nacht,
Grillenmächtig – wer die Ohren
Sich verstopft, wird ausgelacht:
Froschgewaltig lärmt die Nacht!
Klug ist, wer die Nacht durchwacht,
Wer den Schlaf sucht, ist verloren –
Froschgewaltig lärmt die Nacht,
Grillenmächtig, in den Ohren!

Sein und Tat

◡ — ◡ — ◡ — — ◡
◡ — ◡ — ◡ — — ◡
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In stetem Gang, dann jäh strauchelnd
Bewegt der Vers sich, tut’s wieder:
Ihm scheint’s richtig so,

Und wer sein Tun genau ansieht,
Kann anders nicht, als „Schön!“ rufen:
Die Tat ehrt das Sein.

Ableger

Ein Schlachter steht, das Schlachtmesser
Zwar in der Hand, doch bleibt’s reglos,
Mit weiten Augen tagträumend:
Er sieht sich selbst als Schlachtmesser,
Der Waffen Zahl, des Heers Größe,
Wie oft ein Krieger stirbt, misst er;
Und grinst?! Der Mann erwacht besser …