Die Uz-Strophe (3)

Eine Möglichkeit, die in der Uz-Strophe vorgestellten Verse „zu verbauen“, ist ein Distichon, ein Verspaar, das den längeren Vers erst unbetont, dann betont schließen lässt:

◡ —, ◡ —, ◡ ◡ — | ◡ —, ◡ —, ◡ ◡ —, ◡
◡ —, ◡ —, ◡ ◡ — | ◡ —, ◡ —, ◡ ◡ —

Das ist ein ganz guter Ersatz für’s elegische Distichon aus Hexameter und Pentameter!? Zwei solche Verspaare aus Ewald von Kleists „An Herrn Rittmeister Adler“:

Im Tode werd‘ ich ihm gleich, im Leben bin ich beglückter:
Er sah nur Auen voll Blut, schlief nur vom Himmel bedeckt
Und hört‘ ein ewig Geschwirr von Schilden, Spießen und Pfeilen;
Ihn floh’n Vergnügen und Scherz und Cypris‘ freundlicher Sohn.

Statt wie hier im längeren Text ist das Verspaar aber auch epigrammatisch verwendbar!

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