Unreimbar

In Gerhard Grümmers „Spielformen der Poesie“ (Dausien 1985) findet sich auf Seite 94 eine Liste unbenannter Herkunft, die „unreimbare Begriffe“ enthält:

Hoffnung, Weisheit, Kühnheit, Schönheit, Anmut, Unschuld, Jungfrau, Knospe, Frühling, Antlitz, Seufzer, Jüngling, Zukunft, falsch, Furcht.

Grümmer merkt an:

Es ist leicht zu ermessen, welche Ausdrucksmöglichkeiten unserer Poesie dadurch verlorengehen.

Hm. Das hat, wie alles, zwei Seiten: So bleiben unserer Poesie auch weitere Reim-Untote des Kalibers „Herz-Schmerz“ erspart. Wenn  „Mensch“ zu reimen wäre – nicht auszudenken!

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2 Gedanken zu “Unreimbar

  1. Im Englischen geht das mit dem Menschen.

    since hundreds of years man
    fried bacon in many a pan.
    Just recently each of them can
    call the delivery van.

    Nur so zum Spass als Beispiel.

  2. Moin Ferdi,

    Nur Friedel Hensch
    findet sicher sofort
    einen Reim auf Mensch,
    denn er trägt Joppen von bench.

    ( als Kind hat mir jemand zu dem ich immer ein zwiespältiges Empfinden hatte den Spitznamen gegeben. Manchmal nannte er mich dann „Friedel Hensch und die cypries“. Da kann ich mir heute noch keinen Reim drauf machen. Auf Herzschmerz schon, manchmal denke ich auch “ leider“ ;-)

    Herzliche Grüße
    vom Täubchen

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