Nachtgetan

Dr. Sotz, in seiner Linken
Einen kleinen Topf voll Farbe,
In der Rechten einen Pinsel,
Wandert nachts herum im Stadtpark,
Neumond ist es und ist dunkel:
Wo auch immer aus der Schwärze
Eine Schraube sich heraushebt
(Irgendwelchen Lichtes Reste
Machten sie dem Auge sichtbar),
Sich ein Blatt im Laub vereinzelt,
Falter still auf Wänden ruhen,
Tunkt er ein den Pinsel, tupft dann
Einem Ding, von dessen Farbe
Er nichts weiß, ein wenig Farbe
(Welche, weiß er nicht zu sagen,
Weil die Birne, die den Keller
Sonst erhellte, heute platzte,
Just als er herabgestiegen
Kam, ein Töpfchen auszuwählen)
Außen auf, und wasserlöslich
Ist die Farbe, und der Neumond
Ist verborgen hinter Wolken:
Dunkel ist es, regnen wird es.

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