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Tritinische Glosse

Vergeht nicht und versinkt
Im Nichts, was ist, wie groß
Es sei und / oder schön?

Ja. Aber! Ist’s nicht schön,
Dass allem, was versinkt,
Ein Trost entspringt, und groß?!

Ist etwas wirklich groß,
Und / oder wirklich schön,
Dann gilt: Wenn es versinkt,

Versinkt es groß und schön!


– Mein Dank an Heinrich Heine …

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Schachprobleme (5)

Matt in zwei Zügen

Erschienen am 21. November 1985 im „Stern“, kommt dieses Problem knappe hundert Jahre zu spät; solche Häufungsaufgaben gibt es nämlich schon lange, und bessere auch … Immerhin, ein fünffaches Läuferopfer:

1.Le4 droht 2.Dxf5#. Schwarz kann spielen:

1. … Kxe4 2.De6#
1. … fxe4 2.exf4#
1. … Txe4 2.Sd3#
1. … Scxe4 2.Lxd4#
1. … Sdxe4 2.Sf3#

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23:59

Einmal ruf‘ ich dich her, distichisches Wunder, dich einmal
Her, dass ein grässlicher Tag würdig sich ende und schön!

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Erzählverse: Der Hexameter (188)

Dass sich der Hexameter mit einem zweiten, anders gebauten Vers zu einem Verspaar verbindet, ist nichts ungewöhnliches! Allerdings gestaltet sich dann der ganze Text auf Grundlage dieses Verspaares, eine Praxis, von der Friedrich Gottlieb Klopstock in „An die nachkommenden Freunde“ abweicht – er verbindet, dabei ohne festes Muster wechselnd,  gleich drei verschiedene Verse als „Zweitvers“ mit dem Hexameter – diese:

X x x X

X x (x) X x x X

X x (x) X x (x) X x x X

Das gibt dem Gedicht einen ungewöhnlichen Aufbau; und auch der Inhalt ist, na ja: auf aufregende Weise eigenartig …

Unter Blumen, im Dufte des rötlichen Abends, in frohes
Lebens Genuss,
Das, mit glücklicher Täuschung, zu jugendlichem sich dichtet,
Ruh‘ ich, und denke den Tod.
Wer schon öfter als siebzigmal die Lenze verblüh’n, sich
Immer einsamer sah,
Sollte der Vergesser des Todes sein, des Geleiters
In die schönere Welt?
Wünschet‘ ich mir den Beginn zu erleben des neuen Jahrhunderts;
Wäre der Wunsch nicht ein Tor?
Denn oft säumet, zwischen dem Tod‘ und dem Leben, ein Schlummer-
Leben; ist nicht Leben, nicht Tod!
Und wie würde das mich bewölken, der immer sich jedem
Schlummer entriss.
Trennung von den Geliebten, o könnt‘ ich deiner vergessen;
So vergäß‘ ich des Todes mit dir.
Doch nichts schreckliches hat der Gestorb’ne. Nicht den Verwesten
Sehen wir, seh’n nicht Gebein;
Stumme Gestalt nur erblicken wir, bleiche. Ist denn des Maies
Blume nicht auch, und die Lilie weiß?
Und entfloh nicht die Seele des blumenähnlichen Toten
In die Gefilde des Lichts,
Zu den Bewohnern des Abendsterns, der Winzerin, Majas,
Oder Apollos empor,
Zu des Arktur, Zynosuras, des Sirius, oder der Ähre,
Asteropens, Zelenos empor?
Oder vielleicht zu jenes Kometen! der, flammend vor Eile,
Einst um die Sonne sich schwang,
Welche der schöneren, die der Erde strahlet, ihn sandte
Auf der unendlichen Bahn.
Glänzender flog der Komet, und beinah der sendenden Sonne
Unaufhaltbar, so schnell
Schwang der Liebende sich. Er liebt die Erde. Wie freut er,
Als er endlich näher ihr schwebt,
Da sich des Wiederseh’ns! Zu der Erde schallt ihm die Stimme
Aus den jungen Hainen hinab,
Aus den Talen der Hügel, der Berge nicht; und die Winde
Heißt er mit leiserem Fittige wehn:
Alle Stürme sind ihm verstummt, und am ehernen Ufer
Schweigt das geebnete Meer.

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Hingestellt

Nichts, wenn er scheitert, entdeckt uns der Vers, und entdeckt, wenn er glückt, nichts;
Nur, dass er ist, und das ist viel in der Leere der Welt.