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In allen Lebenslagen

Wenn jemand läuft und laufend jäh den Fuß wechselt
Und stürzt und jammernd vor dir liegt, sollst Trost spenden
Du ihm; und später erst des Sturzes Grund nennen.

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Dem Dichter gegeben

Ein Grab? Für mich? Nun, her damit –
Ein wenig Erde, locker noch,
Wo nicht, mit Blumen bunt bepflanzt,
Ein Stein, ein Name, alles das
Ist dem Gedicht seit je ein Freund.

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Die Uhr ist Zeuge

Es kommt sich wie gestohlen vor
Der alte Moosfrosch, spitzt das Ohr,
Vernimmt des Diebs Von-Dannen-Schleichen
Und weiß die Nacht der Venus weichen …

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Wirklich

Du trägst der Verse schönsten stolz mit dir herum,
Nein, wahrer noch: in dir herum,
Denn niemand kennt ihn, da, gefragt, du lächelnd schweigst
Und schweigend lächelst dem, der fragt.

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Ohne Titel

Nicht zu fassen die Flut der stets sich vermehrenden Wörter,
Nicht zu fassen: warum reden, was keinem besteht?