Notizen (115)

Mich mit rudernden Armen über meinen Kopf hinwegsetzen. Dem Fleischhauer Kummerer ins Gesicht blicken, bis sich die Larve seines Lächelns entpuppt.

Und wenn hinter all dem nur der Wunsch steht, einen Punkt machen zu können, ohne dafür einen Satz formulieren zu müssen; wenn ich sie auf dem Schreibtisch anhäufe, damit ich sie loswerden kann, die Notizen, die Fotografien, die Dokumente, die von Stichworten durchlöcherten Blätter, die Erzählungen der Mutter, in denen ich mich verbissen habe, in der Hoffnung, alles Überflüssige davon abzureißen, die Haut, die Muskeln, das Fett, bis nur noch das Skelett einer Aussage verbleibt – und stattdessen kaue ich darauf herum, versuche zu schlucken, bis mir ein Brocken Wörter im Hals steckt, den ich weder hinaus- noch hinunterwürgen kann.

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