Notizen (108)

Wir leben im Sitzen und sterben im Straßengraben. Wir schwänzen die Arbeit wie früher die Schule. Wir ertragen einander, weil wir noch nicht gelernt haben, alleine zu saufen. Wir fahren unseren Vätern hinterher, über ansteigende und abfallende Landstraßen, durch den Scheitelpunkt blinder Kurven, gegen Bäume und Zäune und Mauern. Wir markieren unseren Standort an Zäunen und Mauern, und wenn wir aus der Bahn geraten, wird auch diese Stelle markiert. Wir füllen die Straßengräber und Felder mit unseren Namen, und wenn es uns nicht mehr gibt, machen die Leute drei Kreuze. Wir bestellen noch ein Bier und noch einen Schnaps und denken gar nicht daran, nach Hause zu gehen. Unser Zuhause zerfressen die Ratten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.