Bericht: Lesung im Spiegelzelt im Rahmen der Heidelberger Literaturtage 2017

Es riecht nach Holz, nach Wein, farbiges Licht tritt durch Kirchenfenster ein. Aber das ist keine Kirche, sondern das Spiegelzelt der Heidelberger Literaturtage. Erzählungen und Gedichte, Theater und Gespräche, Musik und Tanz, Workshops und Führungen haben Heidelberg, Unesco City of Literature seit 2014, literarisch bunt gemacht. Der Treffpunkt ist das Herz der Stadt, am Universitätsplatz, wo Autoren, Künstler, Verleger, Organisatoren und Literaturbegeisterte sich versammelt haben, um eine gemeinsame Sprache zu sprechen und zu hören: Literatur. Es ist Sonntagabend, 25. Juni, aber die Heidelberger gehen noch nicht nach Hause, denn die Literatur wartet auf sie. Nach vier kunstintensiven, literaturheißen Tagen schließen einige Mitglieder des Literaturkreises echolot. das Programm ab. Dennis Mizioch, Emma Wientapper, Laia Olive, Melanie Greiner, Manuel Ria, Seda Keskinkilic, Manuel Brenner und Şafak Sarıçiçek halten ihre selbstverfasste Texte in den Händen und im Kopf: bereit dafür, auf die Bühne zu treten.

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Rezension: Gegenwärtig der Vergangenheit hinterher

Spurensuche – so nennt sich Şafak Sarıçiçeks lyrisches Debüt, das Anfang März 2017 im Elif-Verlag erschienen ist. Der Titel impliziert bereits Sarıçiçeks Herangehensweise an literarische Themen: das Ineinanderschieben multipler Raum-, Sprach- und Bildebenen, deren Relief sich alles andere als glatt oder gar geschmeidig anfühlt. Wo Spuren sind, hat eine Zustandsänderung stattgefunden, welche auch immer. Wer aber nach Spuren sucht, beschäftigt sich nur nebensächlich mit diesen vergangenen Zuständen – viel interessanter für den Spurensucher ist die Gegenwart, die aus ihnen entstanden ist, so lange und so umfassend wahrzunehmen, bis er der Vergangenheit selbst auf die Schliche kommt. Der Wunsch, den Moment in all seinen Einzelteilen aber nicht nur wahr-, sondern auch aufzunehmen, zu verinnerlichen, wird in Sarıçiçeks Lyrik häufiger geäußert und ist programmatisch für seine Arbeit.

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Bericht: LESUNG IM DEUTSCH-AMERIKANISCHEN INSTITUT HEIDELBERG

LESUNG IM DEUTSCH-AMERIKANISCHEN INSTITUT HEIDELBERG

Am 20. März 2017 hat echolot im DAI Heidelberg gelesen. Unter dem Titel „Heidelberger Jungautoren und ihre Kunst“ haben Laia Olive und Safak Saricicek von echolot gemeinsam mit Manuel Beck und Katharina Dück von dem Dichterkreis KAMINA ihre Werke präsentiert. Den Abend moderierte der Heidelberger Autor Markus Imbsweiler.
Fotos: Anton Dück.

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Lesung am 25.01.17 im Marstallcafé Heidelberg

Liebe Leute, es ist soweit: die erste Lesung des Jahres steht an!

Am 25.01.17 ab 20:00 Uhr gibt es im Marstallcafé (Marstallhof 2, 69117 Heidelberg) ein umfangreiches Event, bei dem sich die unterschiedlichsten DichterInnen zum gemeinschaftlichen Vorlesen treffen.

Das ganze wird organisiert von KAMINA und wir freuen uns riesig, dass wir dabei sein dürfen.

Hoffentlich sehen wir uns genau so zahlreich wie bei der letzten Lesung!

Euer Echolot.

Lesung: Literatouren – Junge Autoren im Romanischen Keller Heidelberg

Am 26. Mai ist es wieder soweit: echolot. ist ein Programmpunkt der Literatouren-Reihe im Romanischen Keller Heidelberg. Dieses Mal ist der Themenschwerpunkt „Junge Autoren“, weshalb es sicherlich sehr viele interessante Texte zu hören gibt.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 26. Mai 2016 im Romanischen Keller Heidelberg (Seminarstraße 3) statt und beginnt ab 20 Uhr.
Der Eintritt kostet 5€ pro Person.

Wie immer freuen wir uns auf euch!

wolken

vieles
kann zu einer wolke werden:
ein kondensstreifen
der qualm von wasserpfeifen
worte die nicht ausgesprochen
werden und auch das pestizid
mit dem sie jeden abend
die palmen vernebeln und
wahrscheinlich hättest du
selbst in diesen wolken eine
düne erkennen können oder
ein angenehmes schweigen

vieles
kann zu einer wolke werden:
sand und betonskelette und
einsamkeit
und manchmal gibt es
keine metapher für eine wolke

 

aus: gedanken zwischen palmen (sieben gläser im januar), 2014.
von: Dennis Mizioch