Auseinandersetzung mit der Zeit

Jahrzehnte bei strahlender Sonne zum Trocknen ans Licht gebracht,
ihnen dort Spinnweben, Staub und Schimmel abgefegt.
Zeit nach Motten durchsucht, auf Mauern ausgebreitet,
ihre Pläne, Ideen, Illusionen erinnert, über Tore gehängt:
Wiedergefundenes, Fertiges, Halbfertiges, Übriggebliebenes.
Weggeworfen nur, was ihr nun nicht mehr gemäss schien.
Das meiste von ihr behielt ich: Aus Büchern, Geweben, Fäden,
Stoffen, Fetzen, Papier, aus Entwürfen, Werken, Werkzeug
kann noch was werden. Die haben doch noch Potential! “Denkst du?”,
fragte die Zeit, nachsichtig lächelnd: “Wann denn, du Schelm?
All diese Dinge bedeuten mir: Das warst du einmal.”

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