Das alte Haus und

Es hielt das Auto nicht sogleich an, als es das Haus erreicht hatte, sondern fuhr erst einmal langsam daran vorbei, um es argwöhnisch zu betrachten. Die meisten Häuser gefielen ihm nicht, und es hatte sich angewöhnt, immer erst aus angemessener Distanz feststzustellen, ob es mit einem Haus überhaupt etwas zu tun zu haben wollte. Dieses gefiel ihm, gefiel ihm sogar ausgesprochen gut, und es nutzte die erste Gelegenheit zum Umdrehen.

Vor dem Haus stand ein Baum. In seinem Schatten stellte es das Auto ab, bemerkte ein anderes, und dass der Baum ein Walnussbaum war. Das Haus lag leicht erhöht dahinter, etwa fünfzig Meter entfernt. Es ging langsam darauf zu, und die beiden sahen sich an. Es war sofort klar, dass sie miteinander auskommen würden. Das Haus war alt und verwittert, aber gesund. Ein jüngerer Mann erschien in der Tür.

“Ich habe schon auf Sie gewartet. Wissen Sie, ich bin froh, wenn ich hier wieder wegkomme. Sie wollen wirklich darin wohnen?”

Ungläubig und verächtlich schaute er auf das Haus, wandte sich dann mit verständlislosem Gesicht wieder ihm zu.

“Ich verstehe das nicht. Haben Sie auch überlegt…”

“Ich nehme das Haus. Ich möchte gleich einmal hineingehen.”

“Hier sind die Schlüssel. Ich fahre gleich zurück. Mir gefällt es hier nicht. Auf Wiedersehen!”

Jahrzehnte später verirrte sich wieder einer dorthin und fand ein verrostetes Auto mit offenen Türen, in dem ein Schlüssel steckte. Er hatte das Gefühl, dass etwas ihn ansah, entdeckte aber hinter hohen Büschen und Bäumen nur den Giebel eines uralten Hauses.

Seit Jahrzehnten hatte es niemand mehr verlassen.

Es lächelte.

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