Teeth, sweets, beef and tweets – ein Kinderspiel?

Für einen Augenblick grabe ich meine Zähne
in eine Mandarine. / Von diesem Loch aus schäle
ich sie mit meinen Fingern, / die Süße.
Dann esse ich sie Schnitz für Schnitz. / Kerne,
die ich im Mund spüre, spucke ich aus.
Als Kinder sammelten wir sie / und machten mit
unseren kleinen Händen Ketten daraus.
Ich weiss, wie Mandarinen wachsen, / obwohl ich
nie war, wo sie herkommen.
Sie wachsen wie Früchte im Garten. / Ich weiss,
wie das geht.
Wenn ich will, kann ich Mauern bauen,
Bücher binden und Bilder malen. / Man muss sie
anschauen, dann weiss man, wie das geht.
Vieles kann man machen, / wenn man jemand
dabei zugeschaut hat.
Bei Őkonomie und Technik reicht das Hinschauen
nicht. / Es reicht nicht bei Beefburgern und Lasagne
aus der Tiefkühltruhe.
Manchmal ist das Fleisch von Pferden darin, / und
du siehst es nicht.
In der Lebensmittelkette kann man mit Kadavern
von Schweinen handeln, /ohne mit ihnen zu tun
zu haben / Wie das geht, weiss ich nicht.
Nur, dass man einen Computer braucht / und
eine gute Verbindung ins Internet.
Wenn dort viele Gesicht zeigen, um Freundschafts-
ketten herzustellen, / bauen andere damit süße
Berge aus Kohle.
Wie das geht, bleibt mir ein Rätsel.

(Ich habe aus aktuellem Anlass mal in meinen alten Texten gekrustelt auf der Suche nach diesem hier. Nach der Suche finde ich, dass ich, auch wenn nicht alles perfekt – was ist das schon – war, wieder mehr solche Sachen schreiben sollte.)

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