Schafe (0)

Ich habe mir vorgenommen, hier in Zukunft hin und wieder von Schafen zu erzählen. Von den Schafen, die ich kannte und kenne. Wenn nicht hier, wo dann?

Es ist gar nicht einfach, denn ich kann mich dabei auf keinen gemeinsamen Hintergrund oder Kontext mit Lesern berufen. Das ging mir schon oft im Kopf herum: Wie kannst du von ihnen erzählen? Fast kein anderer wird dir dabei folgen können oder wollen.

Die meisten Schafbauern hier haben einen anderen Zugang als ich ihn über Jahre gepflegt habe. Dabei fühl(t)e ich mich oft fast exzentrisch, aber gerne so.

Die einen schmeissen Schafe z. B. auf Viehmärkten gekonnt herum oder treiben sie mit Hunden. Wir haben nichts davon getan.

Andere, die so gar nicht mit ihnen in Kontakt kommen normalerweise, sind enttäuscht, wenn es zur Gegenüberstellung kommt, weil Schafe ihnen aus dem Wege gehen, voll Misstrauen ihnen eben nicht begegnen wollen.

Sie gelten vielfach als einfach und dumm. Verhalten sich ganz anders als Leute es von Katzen oder Hunden gewohnt sind.

Es gibt ein ganzes Spektrum von Haltungen und Meinungen zu Schafen, das nicht dem entspricht, was ich erlebt habe. Interessieren meine Erfahrungen jemand? Egal. Ich will sie zumindest teilweise mal festhalten.

Meine ersten Begegnungen mit ihnen fanden auf irgendwelchen irischen Bergen statt. Ich Tourist. Sie Schafe. Die ich aufschreckte, und die mir schnell aus dem Weg gingen. Auch liegenbleibenden Schafskeletten bin ich dort begegnet.

Das erste Mal schauten mir Schafe in die Augen in der Garage von Nachbarn hier zur Zeit des Lammens. Mutterschafe mit neugeborenen Lämmern, und noch tragende, kurz vor dem Lammen.
Mit ihren Augen sprachen sie zu mir. Und ich erkannte. Lange her, aber nie vergessen.

Dieser Beitrag wurde unter Schafe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten auf Schafe (0)

  1. woerterwege sagt:

    Oh, fein. Mehr Schafe, bitte.

  2. Nicole sagt:

    Mich interessiert alles mit vier Beinen. Zutiefst und brennend. Schafe hätte ich auch gerne und hatte mal ernsthaft in Betracht gezogen Schäferin zu werden (was kann’s schöneres geben, als mit Hund und Schafherde den ganzen Tag unter freiem Himmel zu sein). Freue mich daher auf aufklärende Schafsexkurse 🙂

    • Nicole sagt:

      O.O
      Äääääh, das soll übrigens „Schafs-Exkurse“ heißen. Also Exkurse über Schafe, keine Kurse über deren Fortpflanzung, wonach das Wort beim neuerlichen Lesen aussieht *wie peinlich*

  3. tloenfahrer sagt:

    „Interessieren meine Erfahrungen jemand? “

    Oh ja, sehr sogar!

  4. Klemens_Fitte sagt:

    Der Schafstall meiner Großeltern, auf einem kleinen Stück Land außerhalb des Dorfes, stand leider schon leer, als ich geboren wurde, die Schafe waren nur noch im Mädchennamen meiner Mutter präsent. Deine Schafgeschichten werde ich sicher mit Interesse verfolgen.

  5. Christine sagt:

    Schon so viele Kommentare, und ich habe noch gar nichts wirklich geschrieben dazu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.