Eingekauft

Einkaufen im Supermarkt. Ein Vorgang, dem die meisten von uns sich regelmässig unterwerfen.
Heute hatten besonders viele Kunden Kinder dabei. Sie lernen das Einkaufen im Supermarkt früh. Gibt ja die Einkaufswãgen mit Babysitzen. Ich bewundere die Mütter und Grossmütter, wenige Väter, mit den Kindern. Bei Aldi oder Lidl schön überschaubar zu beobachten, wie verschieden Menschen im Supermarkt einkaufen. Individuell das Verhalten an der Kasse. Die Kinder interagieren unterdessen mit anderen, Ein Mädchen macht es einem anderen nach, sich auf das Regal am Fenster zu hocken. Die beiden beäugen sich hernach verstohlen
Schade, dass es da vor den Kassen kein Cafe gibt, wo man sitzen und lange gucken könnte. Oder draussen, auf dem Parkplatz, wo sie einpacken. Die verschiedenen Typen. Ich erkenne immer Typen, wenn ich unter vielen Menschen bin. Aber alle kaufen auf ihre besondere Weise ein. Rauf aufs Fliessband, rein in den Einkaufswagen, die Interaktion mit ihm/ihr an der Kasse, schliesslich ins Auto all das gekaufte Zeug. Jeder macht’s anders. Zuletzt auch die Kinder da reingepackt. Eine Oma raucht danach vor der Abfahrt mit Genuss, wie ich früher, ihre Zigarette. Die Mama hockt währenddessen schon im Auto bei den Kids.
Wir fahren los.

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Nudelholz, das

Es gibt gar nicht viele Wörter mit N, noch weniger Dinge mit N im Haus oder in der Küche. Nüsse, Nudeln, und eben das Nudelholz. Hingegen gibt es viele Wörter mit n: noch, nein, nie, nur, nun, neben, nach, nämlich usw. und etliche Zusammensetzungen mit einigen davon.
Nun, in meiner Küche gibt es kein Nudelholz mehr, seitdem ich es nämlich fürs Ausrollen von Ton benutzt habe. Also das “walzenförmige, an beiden Enden mit einem Griff versehene Küchengerät aus Holz oder Kunststoff, das zum Ausrollen von [Nudel]teig dient”(Duden). Und nein, für Nudeln hatte ich es in der Küche nie benutzt, aber neben Hefe- auch noch für Mürbteig. Nachdem ich es also zum Ausrollen von Ton benutzt hatte, konnte ich dieses Nudelholz nicht mehr für die Lebensmittelzubereitung verwenden. Also stieg ich um auf den “Nudelstein”.
Er ist weisser Marmor. Für Ton zu glatt, aber für Teig ideal. Weil er so schwer ist, muss man nämlich gar keine Kraft aufwenden. Lange lag er, weil ich so auf das Nudelholz fixiert war, neben irgendwelchem anderen Zeugs nur im Schrank herum. Nun bin ich froh, mich noch an ihn erinnert zu haben. Und nur nebenbei: Die Griffe vermisse ich bei ihm nicht.
“Teigrolle” würde Duden den wohl nennen. Das ist aber zweideutig. Dann doch lieber “Nudelholz”.

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questions/вопросы

Da stand der Herr Put In im Regen,
bevor er ganz schnell verschwand.
Wo hat er sich umgezogen,
bevor er die doughnut fand,

die aus löchrigem Mund spricht
schon oft karikiert, nicht ganz rund,
“would, wouldn’t”, wie ein Linguist
von “doppeter Verneinung”, und

wo lachte er sich in sein Fäustchen
nach dem Treffen mit jenem Häuptchen?

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Tor

Mir fällt ein weisses Rosenbällchen
auf meinen Kopf im grünen Sälchen.
Die andern Rosen rufen: Tor!
Ich leg es in ein kleines Schälchen
und stelle mich als Torwart vor.

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Mehl, das

Mehl ist ein Schüttgut, wie Zucker, Salz, Blumenerde und Zement. Es hat wie diese die Eigenschaft, daneben zu fallen, und lässt sich dann ungern wieder entfernen. Im Gegensatz zu Zucker und Salz auch nicht gerne feucht aufwischen: Das Mehl klebt dabei lieber zuerst an die Oberfläche, von der es entfernt werden soll. Das unterscheidet es von Blumenerdekrümeln, die sich ungern mit Wasser verbinden wollen.
Ausserdem ist Mehl eines der wenigen Dinge mit M, die ich in der Küche finde. Es gibt noch Messer und Messbecher, und Margarine, Milch. Und warum bringen mich alle zusammen auf die Idee, mal wieder einen Mürbteig zu machen?
Eventuell mit einem Ei Mittlerer Grösse?

Oh, ich vergass: Seit heute gibt es in der Küche auch Mohn. Aus dem litauischen Laden. Noch so ein Schüttgut.

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Lehne, die

Die Lehne ist wesentlicher, am besten nicht ganz vertikaler Teil eines Stuhls, eines Sessels oder einer Couch, und erforderlich für längeres Sitzen, wenn es für menschliche Rücken bequem sein soll. Was keine Lehne hat,wenn man darauf sitzt, ist ein Hocker. Auch Bänke kommen teilweise ohne Lehnen daher.

Sessel und Couchs, Couchen, sagen wir lieber Sofas, haben ausserdem Armlehnen. Vor allem Lesesessel brauchen diese, so dass Arme, deren Hände das Buch halten, sich darauf stützen können.

Sitzt man auf einem ein Hocker, einer Bank (Bierbänke z.B.) ohne Lehne, ist für längeres Sitzen ein Tresen oder ein Tisch erforderlich, um sich mit den Armen aufstützen zu können, beim Lesen ein Buch darauf zu legen oder zu stellen.

Für Tiere ist beim Sitzen eine Lehne nicht von Belang.

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Ein paar Mai Nachrichten

In Bayern sollen Kreuze öffentliche Gebäude zieren,
in Donegal platzierten Neinsager siebzehntausend weiße am Straßenrand,
(“the lives that will be taken per year in Ireland if there is a Yes vote”),
verpassten Benbulben in Sligo ein riesiges NO
(“a cry from the mountain for the future babies in Ireland”),
in UK wurde ein Jawort gegeben.

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Küche, die

Der Raum mit der uralten Uhr von Ikea, auf die nun wieder von draußen durchs Fenster geguckt wird.

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Gelüste

Trump
May
Macron
Wären sie nur
eine Spielkarte
ein Monat
ein Plätzchen:
Ich würde
sie einladen
im Mai
zum Kartenspiel
beim Kaffeekränzchen
und alle drei
aufessen.

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(Ver)schlafen

Ich schlaf nicht ein, ich schlaf nicht ein, mal wieder,
und dröhnt dabei ein dumpfer Ton im Ohr,
dreh ich mich rum und num im Bett hier.

Am Morgen komm ich nicht daraus hervor,
dreh mich dann endlich wohlig, ungenervt,
und träume schlafend einen bessern Sommer.

Doch geht’s dem Jahr, fast möcht ich meinen, ähnlich.
In seinen Ohren sauste Wind des nachts,
nun schläft es morgends und verspätet sich.

Sein Biorhythmus ist gestört, der Frühling
stellt den Wecker aus: „Dies Klingeln,“
sagt er, „am frühen Morgen gilt nicht mir.“

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